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Die Vier von hier

So verhaltet Ihr Euch bei einem Wildunfall richtig

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Erste Hilfe für Mensch und Tier

Der Herbst gilt als goldene Jahreszeit. Die Blätter an den Bäumen färben sich in allen Farben, die letzten Sonnenstrahlen drücken sich durch Wolken und laden zu schönen Spaziergängen in Baden und der Pfalz durch Wald und Wiesen ein. Doch hinter dieser Schönheit verbirgt sich auch eine alljährliche Gefahr. Vor allem für Auto- und Motorradfahrer steigt in dieser Zeit die Gefährdung durch Wildunfälle.

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Wir alle haben in der Fahrschule gelernt, wie man mit solchen Situationen umgeht. Trotzdem stellt uns ein Wildunfall immer wieder vor neue Herausforderungen: Wie verhalte ich mich? Bremsen oder Ausweichen? Lichthupe? Und was mache ich, wenn ich das Tier doch erwische? 

Im Schnitt passiert laut Jagdverbund alle 2,5 Minuten in Deutschland ein Wildunfall. Die meisten davon in der Zeit zwischen 17 Uhr und 8 Uhr morgens. Der ADAC gibt uns hier klare Regeln vor: „Erkennt man Wild in der Ferne, sollte man deutlich langsamer werden oder sogar anhalten. Das Fernlicht muss ausgeschaltet und die Hupe betätigen werden.“ Sollte man dem Tier nicht mehr ausweichen können, ist eine Vollbremsung dennoch besser als ein Ausweichmanöver. Das Lenkrad dabei fest greifen und, so schlimm es klingt, draufhalten. 

Erste Hilfe für den Verkehrsunfall 

Bei einem Zusammenstoß ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren. Es handelt sich um einen Unfall, also muss zunächst die Unfallstelle abgesichert und die Polizei gerufen werden. Wartet an der Unfallstelle auf den zuständigen Förster oder die Polizei. Auch wenn das Tier noch lebt solltet ihr ihm allerdings nicht zu nahe komme. Gerade Wildschweine oder Dachse fühlen sich dann angegriffen und werden aggressiv. Das Tier also nicht anfassen. 

Ein Fall für die Versicherung? 

In den meisten Fällen springt die Voll- und Teilkaskoversicherung ein. Deswegen wird eine zusätzliche Dokumentation des Unfalls per Handykamera empfohlen. Bei Versicherungsfällen ist vor allem entscheidend, welches Tier verletzt wurde. Bei Haarwild,a lso Rehe, Wildschweine oder Waschbären zahlt in der Regel immer die Versicherung, bei Kleintieren wie Hasen oder Katzen ist das allerdings nicht der Fall. Unabdinglich ist eine Wildunfallbescheinigung. Diese erhaltet Ihr von der Polizei oder dem Förster. 
Hilfe für die verletzten Tiere

Bambi kann gerettet werden

Für alle, die sich tief in ihrem Herzen über die verletzten Tierchen sorgen: Stefan Förster ist Jäger und betreibt eine Tierauffangstation für angefahrene Tiere. Der Mannheimer wird oft zu Unfallstellen gerufen und nimmt die Tiere bei nicht – lebensgefährlichen Verletzungen mit in seine Pflegestation. Bei erfolgreicher Genesung können die Tiere wieder ausgewildert werden.

„Meistens reicht den Tieren einfach nur Ruhe und Bepanthen.  Wenn möglich, verdecken Sie nach dem Unfall den Kopf des Tieres mit einer Decke. Die meisten Tiere sind Nachtaktiv und fürchten sich von vielen Lichtern und Unruhe durch Menschen.“ 

Auch wenn Stefan es sich wünscht: Nicht alle Tiere können durch den Jäger gerettet werden. Jährlich sterben etwa 200.000 Rehe und 12.000 Wildschweine durch Zusammenstöße mit Autos. 
Wir sollten also vor allem in den frühen Abendstunden und auf dem Weg zur Arbeit in Baden und Pfalz vorsichtiger und langsamer fahren. Ihr schützt damit nicht nur die Tiere, sondern auch euch. So kommen wir alle sicher durch die schönste Zeit des Jahres. 

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