Owl City - "Ocean Eyes"

 

Owl City - "Ocean Eyes"

Aus dem Keller auf die Bühne: Owl City Gründer Adam Young stellte seine erste selbst produzierte EP "Of June" auf MySpace. Prompt erreichte innerhalb eines Jahres sieben Millionen Profilaufrufe und satte 40 Millionen Songplays. Eine Popularität, mit der er nie gerechnet hätte.

Das Musikmachen war eigentlich nur ein Hobby. Nächtelang bastelte er in seinem Keller an neuen Songs und Sounds. So kann Schlaflosigkeit auch Vorteile haben. Aber nach dem ersten Erfolg im Internet verlangten die neuen Fans mehr. 2008 veröffentlichte Owl City das erste Studioalbum "Maybe I’m Dreaming" – und das ganz ohne Unterstützung eines Labels. Adam Young hat fast alle Instrumente selbst eingespielt und produziert.

Der Starruhm über Nacht und eine gehörige Portion Lampenfieber gingen auch an ihm nicht spurlos vorüber: "Am meisten Sorge hat mir definitiv die Sache mit den Auftritten bereitet: Schließlich hatte ich noch nie unter dem Namen Owl City auf einer Bühne gestanden. Da kann einem schon Angst und Bange werden."

Also hat er für die Live-Auftritte vier Kollegen zur Unterstützung zusammengetrommelt. Der Name "Owl City" ist übrigens inspiriert durch Adams Heimatstadt Owatonna in Minnesota. Musikalisch beeinflusst wurde Owl City unter anderem durch Discomusik, europäischen Electro-Sound und den Synthiepop der 80er.

Mit dem Hit "Fireflies" landete Owl City in den UK Charts sofort auf Platz 1 und bekam schließlich von mtv.com den Titel "The Biggest 'Total Nobody' with a Top 10 Single and Album". In Deutschland ist der Hit bereits auf Platz 8 der Charts geklettert.

Bis auf einige Ausnahmen sind die Songs von Adam Young alle selbst geschrieben.

 

Besonders gelungen ist die Single "The Bird and the Worm", ein relativ untypischer Liebessong mit humorvollen Lyrics. Sehnsucht und Schmerz werden ebenfalls thematisiert, Beispielsweise bei "Vanilla Twilight" - einer der ruhigeren Tracks auf der Platte.

Das Album besitzt einen geschickt eingesetzten "musikalischen roten Faden": Die Melodieführung in "Fireflies" wird nämlich in leichter Variation in anderen Songs fortgesetzt und so bleibt die klassische "Owl-City-Note" durchweg erhalten.

Anne Ferch,
Musikredaktion

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