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Magazin

Mysteriöses Licht über Baden und der Pfalz

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Von Mannheim bis Rust: habt ihr es auch gesehen?

Ein grünes Licht, ein langer Schweif - dieses Naturschauspiel verwirrt von Frankfurt bis in die Zentralschweiz

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Die Telefone bei Radio Regenbogen klingeln am laufenden Band, der WhatsApp-Eingang läuft heiß, eine Email jagt die nächste: hunderte verblüffte Hörer wollten wissen, was sie da am frühabendlichen Himmel gesehen haben. Ein grünes glühendes Ding zischte um ca. 17:50 Uhr am Dienstag über den Himmel. In Mannheim sah es aus, als wäre das mysteriöse grüne Licht mit Schweif nur knapp 40 Meter über dem Erdboden. Schnell kamen die ersten Anrufe. Auch in Rust bei Freiburg hatten Hörer das Licht gesehen. Dann kamen die ersten Fragen aus der Schweiz: was war das?

Von einem anderen Stern?

Wir fingen sofort mit der Recherche an. Die Deutsche Flugsicherung war schon auf Hochtouren. Selbst in Frankfurt wurde die seltsame Erscheinung gesichtet. Sprich: von Nordhessen bis in die Schweiz war das helle Ding am Firmament zu sehen gewesen. Zwar nur kurz, aber doch irgendwie länger, heller und vor allem anders, als eine normale handelsübliche Sternschnuppe.

Erklärung vom Experten

Das grüne Licht war aber tatsächlich nichts anderes als eine Sternschnuppe! Eine, die besonders flach in die Erdatmosphäre eingetreten war. Meist kommen die leuchtenden Himmelsboten eher steil von oben bei uns an. Dann sehen nur wenige das Naturschauspiel. Aber genau das ist es, ein Naturschauspiel, sagt auch Radio Regenbogen Wetterexperte Jörg Kachelmann: "Früher hätte niemand irgendwo angerufen, wenn er eine Sternschnuppe oder auch eine besonders fette Sternschnuppe gesehen hat. Die Menschen sind teilweise überrascht, wenn die Natur Natur macht." Dabei passiert das gar nicht so selten. Doch bei den meisten Sternschnuppen ist es tagsüber für unsere Augen zu hell. Und nachts, naja, da schlafen wir in der Regel halt nunmal. Diese doch recht große Schnuppe kam quasi zur Primetime: schon dunkel genug draußen, aber noch zu früh fürs Bett.

Die Farbe Grün: ist Superman jetzt von Kryptonit getroffen?

Die grüne Farbe erklärt Kachelmann mit verschiedenen Faktoren: Luftfeuchtigkeit, Dichte der Wolkendecke, umliegende Stadtbeleuchtung. Die Farbe hat nichts mit der Zusammensetzung des Weltall-Materials zu tun. Und das war von der Größenordnung insgesamt höchstwahrscheinlich kleiner als ein Fußball. Sonst hätte es nämlich noch einen lauten Knall gegeben und dann wir hätten von einem sogenannten "Feuerball" sprechen können. So bleibt es bei einem harmlosen Meteoroid, also einem kleinen Objekt, das seine Umlaufbahn um die Sonne verlassen hat. Wenn ein Meteoroid in die Erdatmosphäre eintritt, verglüht er und erzeugt so einen  Meteor, besser bekannt als Sternschnuppe. Sollte es sich aber um einen Meteorit, als mit "t" gehandelt haben, dann winkt dem Finder seiner Überbleibsel ordentlich Kohle. Denn ein Meteoroid, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht vollständig verglüht und so in den Erdboden nennt man a) Meteorit und der hat b) seinen Preis. 

Ist Weltraum-Material auf der Erde gelandet?

Falls bei euch etwas von der großen Sternschnuppe im Garten runtergekommen ist, dann könnt ihr den Meteorit oder seine Einzelteile zu Geld machen! Denn nur ein Gramm vom Meteoriten bringt euch bis zu 100 Euro. Also wer suchet, der findet. Vielleicht ;-)

Einmaliges Licht - verpasst?

​Das Spannende: schon am vergangenen Wochenende wurde eine ähnliche Sichtung in der Schweiz, letzte Woche in Hamburg gemacht. Auch Jörg Kachelmann ist sich sicher, wir surfen mit der Erde gerade durch einen kleinen Weltraumteilchen-Staub. Es könnte in den nächsten Tagen also noch mehr von den mysteriösen Lichtern geben. Wir werden sehen...

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