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Musik

Album der Woche: Linkin Park - One More Light

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Was? Das soll Linkin Park sein? Schon die erste Single des neuen Albums geht in eine ganz neue Richtung. Mit „Heavy“ haben sie sich komplett von ihrem Metal-Dasein getrennt und sind nun in den Pop-Charts gelandet.

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Riskante Stilwechsel zwischen ihren Alben und ihren Songs waren schon immer ein Wesensmerkmal von Linkin Park. In diesen Veränderungen zeichnen sich mehr als 20 Jahre Entwicklung der Bandmitglieder ab. Nachdem ihre letzte Platte „The Hunting Party“ wieder gewohnt rockig war, kam der Umschwung zum ersten Pop-Album „One More Light“ allerdings umso unerwarteter.
Aber genau die Tatsache, dass sie sich nicht der Kritik und dem Wille der Menge beugen, lässt die Band eben zu den ganz Großen gehören. Ihr Ziel war nie möglichst viele Platten zu verkaufen oder Stadien zu füllen, sondern „Unsere Absicht ist es Musik zu machen, die wir lieben.“ Und diese Musik ist im neuen Album sehr viel ruhiger als wir es von ihnen gewohnt sind. Die Betonung liegt jetzt auf Chester Benningtons  besonderer Stimme und den emotionalen und persönlichen Texten. Dadurch bekommt man einen ungetäuschten Blick darauf, wie die Jungs der Band als Väter, Ehemänner und Freunde ticken. Auch in ihren anderen Alben ging es schon oft um sehr emotionale Themen, doch damals haben sie es einfach laut aus sich raus gebrüllt. 

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„One More Light“ wird schon ganz anders eingeleitet, als alle bisherigen Alben.  Schon mit den ersten Tönen von „Nobody Can Save Me“ entstehen positive Sommergefühle. Da überhört man schon fast, dass der Text eher traurig und emotional ist.  Ganz anders ist das bei der Ballade „One More Light“, die zum ersten Mal als Song den Titel der Platte bestimmt. Dieser Track kommt ganz offensichtlich von Herzen und kann beim Hörer für Gänsehaut oder sogar Tränen in den Augen sorgen. Die Songs „Invisible“ und „Sharp Edges“ sind für meinen Geschmack ein bisschen langweilig und eintönig. Dagegen hat „Battle Symphony“ wiederum einen echt starken Charakter. Der Refrain hat eine wahnsinnig tolle Melodie und kann ganz schnell zu einem Ohrwurm werden.
 

„Ich sang in den Texten für das Album von Dingen, sie sonst nur meine Ehefrau und meine engsten Freunde wissen. Ich tat es, weil ich weiß, dass da draußen Leute sind, die dieselben Dinge durchgemacht haben wie ich, und es fühlt sich besser an, zu wissen, dass man nicht allein ist“ – Chester Bennington
 

Trackliste
Nobody Can Save Me
Good Goodbye (feat. Pusha T and Stormzy)
Talking to Myself
Battle Symphony
Invisible
Heavy (feat. Kiiara)
Sorry for Now
Halfway Right
One More Light
Sharp Edges
 

Musikredaktion
Nadja Müller
 

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