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Regional

Mannheimer Schüler gründen eigene Firma "Samurai Games"

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Schülerfirma "Samurai Games" nimmt an bundesweiten Schülerfirmen-Contest in Berlin teil

"Die Teilnahme ist schon der Gewinn für uns": 17 Schüler und Schülerinnen des Johanna-Geissmar-Gymnasiums im Mannheimer Stadtteil Schönau haben sich unter 300 Bewerbern durchgesetzt: Sie treten mit ihrer eigenen Firma "Samurai Games" beim bundesweiten Schülerfirmen-Contest in Berlin an.

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Professionell, kreativ, leidenschaftlich

Gemeinsam Großes schaffen: "Ein Start-Up Unternehmen ist nicht nur etwas für Studierte oder Menschen, die schon gearbeitet haben. Auch Schüler können ein so umfangreiches Projekt, unter Anleitung von Erwachsenen, auf die Beine stellen". Deutsch- und Sportlehrer Christian Mahnke vom Johanna-Geissmar-Gymnasium Mannheim-Schönau ist unheimlich stolz, wenn er von seinen Schülern der selbst gegründeten Schülerfirma "Samurai Games" spricht. Er hat dieses Projekt im Herbst 2016 ins Leben gerufen und seitdem 17 Schüler und Schülerinnen dafür begeistern können.

Worum geht's?

"Samurai Games" ist eine Mischung aus Spieleverlag und gleichzeitig selbstständigen Spieleautoren. Das heißt, die Schüler und Schülerinnen der Firma entwickeln, erfinden, gestalten und produzieren Karten-und Brettspiele. Das Erfolgsrezept ist einfach: Kinder wissen am besten, was ihnen Spaß macht und wofür sie sich, abseits von digitalen Konsolen-und Computerspielen, begeistern können. Die "Samurai Games" sind von Kindern für Kinder. Insgesamt drei Spiele wurden schon entwickelt, ein viertes ist bereits in Arbeit:

Kartenspiel "31er"

Ähnlich wie "Schnauz" ("Schwimmen") oder "Knauz", nur leicht abgeändert und erweitert. Das "31er" wurde mit einer Auflage von 600 Exemplaren in den Druck gegeben und ist fast komplett ausverkauft. Somit konnten die Produktionskosten vollständig abgedeckt werden.

Quartett SV-Waldhof Mannheim

Das Spiel besteht aus 28 Karten und wird gespielt, wie ein gewöhnliches Quartett. Getauscht wird hier allerdings nicht mit schnellen Autos oder Traktoren, sondern mit Spielern des aktuellen Kaders vom SV Waldhof-Mannheim. Darunter ist auch ein Oberstufen-Schüler vom Johanna-Geissmar-Gymnasium, der 19-jährige Mittelfeld-Spieler Sinisa Sprecakovic. Er wusste bis vor kurzem weder von dem Quartett, noch, dass er als Spieler mit dabei sein wird. Wir von Radio Regenbogen durften live dabei sein, als Sprecakovic von den Kids der Schülerfirma überrascht wurde: "Ich freue mich sehr, auf den Quartett-Karten der Schülerfirma sein zu dürfen."  1000 Exemplare sind bestellt und sollen noch in diesem Monat in den Verkauf gehen.
 

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image2.JPG, by cgurr

 
 
Taktikspiel Adler-Mannheim

Schnick-Schnack-Schnuck-System: Eine Karte sticht die andere. Für die Spannung im Spiel gibt es außerdem verschiedene Effekte, einen sogenannten Passiv- und Aktiveffekt. Die Idee dahinter war, ein schnelles und witziges Taktik- und Blöffspiel zu kreieren, das auch die Dynamik und Aggressivität vom echten Eishockey-Spiel wiederspiegelt. Nachdem fünf Prototypen der Marketingabteilung der Adler-Mannheim vorgestellt wurden, haben die Zuständigen sich begeistert für zwei Spiele entschieden, die in die engere Auswahl kommen sollten. An denen wurde jetzt fleißig weitergearbeitet und weitergetüftelt, bis die Schülerfirma mit dem jetzigen, finalen Spiel zufrieden war. Das muss allerdings noch vollständig produziert werden.

Die Schüler im Alter zwischen zwölf und achtzehn Jahren, sind alle sportbegeistert und große Fans der Vereine aus unserer Region. Zum Waldhof-Quartett sagte Lehrer Christian Mahnke schmunzelnd: "Der Waldhof hat sein eigenes Quartett verdient. Jetzt gibts nur noch wenig, was den FC Bayern-München von SV Waldhof unterscheidet. Beide haben ein Quartett, beide haben herausragende Jugendtalente und wir sind gerne die Schittstelle zwischen Spielen und den anderen, tollen Institutionen. Ob das Sport-Vereine sind oder Unternehmen, zu denen auch unsere Partner zählen - wir sind halt alles Monnemer."

Das Feedback bisher ist so gut, dass sogar die Profis sich für die Spiele interessieren. Laut Mahnke hätte der renommierte Heidelberger Spieleverlag schon angeboten, die Kartenspiele an ein, zwei passende Verlage zu schicken, um gegebenenfalls einen Vertrag zu vereinbaren.

Vom 9. bis 11. November präsentieren die "Samurai Games" jetzt ihre Firma und Ideen beim bundesweiten Schülerfirmen-Contest in Berlin. Aus anfänglichen 300 Bewerbern, wurden schlussendlich 10 Firmen ausgewählt, die es nach Berlin geschafft haben. Das Preisgeld für den ersten Platz liegt bei 5000 Euro. Wir drücken den "Samurai Games" vom Johanna-Geissmar-Gymnasium in Mannheim-Schönau ganz fest die Daumen!

 

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