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Rhein-Neckar

GE-Werk Mannheim: 400 Mitarbeiter verlieren Job

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Schock und Wut bei General Electric

Kurz vor Weihnachten der Paukenschlag: das Mannheimer Werk von General Electric entlässt 400 Mitarbeiter

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Mannheim, 11 Uhr: die Mitarbeiter des General Electric Werkes befürchten des Schlimmste. Dann bringt die Sitzung, die bundesweit in GE-Niederlassungen abgehalten wird die traurige Gewissheit. Der US-Industriekonzern macht den Standort Mannheim laut IG Metall faktisch dicht. 400 Mitarbeiter werden wohl ihren Arbeitsplatz verlieren. Ein Schlag ins Gesicht für die Angestellten - kurz vor Weihnachten. Deutschlandweit sind wohl 1600 GE-Mitarbeiter betroffen.

Die Mitarbeiter in Mannheim standen am Donnerstag unter Schock, nachdem sie auf der Betriebsversammlung vom faktischen Aus für den Standort erfahren hatten. Die IG Metall fordert von GE eine nachhaltige Investitionsstrategie statt Stellenabbau, um Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu sichern. „Der von General Electric (GE) geplante Stellenabbau ist in keinster Weise nachvollziehbar. GE macht in allen Geschäftsfeldern Milliardengewinne. Der vom Personalabbau am stärksten betroffene Geschäftsbereich Energy trägt weltweit mit rund zwei Milliarden Euro und einer operativen Marge in Höhe von 9,5 Prozent in den ersten drei Quartalen 2017 deutlich zum Konzernergebnis bei. GE setzt mit dem angekündigten Stellenabbau seine industrielle Existenz in Deutschland aufs Spiel. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, den sie nicht hinnehmen werden“, sagte Marco Sprengler, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der GE Deutschland Holding GmbH und Geschäftsführer der IG Metall Freiburg.

„Die Ankündigung des GE Konzerns, deutschlandweit 1.600 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, ist weder strategisch noch betriebswirtschaftlich begründbar und dient alleine kurzfristiger Profitmaximierung von Aktionären. Die Unternehmensleitung von GE gefährdet mit diesem unverantwortlichen Handeln die Existenzen mehrerer tausend Familien. Damit verhält sich GE trotz hoher Profite gesellschaftlich höchst unsozial. Der Mannheimer Standort soll vollends plattgemacht und seiner letzten lebenserhaltenden Funktionen beraubt werden. Das werden wir nicht hinnehmen und mit den Betriebsräten und den Beschäftigen für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen“, sagte Klaus Stein, Geschäftsführer der IG Metall Mannheim und Unternehmensbeauftragter der GE Power AG Mannheim.
 

 
 
 

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