Säule der Toleranz bleibt Opfer von Vandalismus

Die Säuler der ToleranzDie Säule der Toleranz nach der EinweihungDie Säule der (In)Toleranz bei Nacht

Freiburg: Säule der Toleranz bleibt Säule der Intoleranz.

Vier Wochen hat die Säule der Toleranz auf dem Freiburger Augustinerplatz jetzt standgehalten. Allerdings muss sie jeden Morgen von Aufklebern und Schmierereien befreit werden. Pünktlich um 23 Uhr schaltet die Säule immer von grün auf rot. Ruhiger ist es auf dem Platz aber kaum geworden.

Freiburg: Eklat bei der Einweihung der Säule der Toleranz auf dem Augustinerplatz.

In Freiburg sorgten gestern Abend rund 100 Jugendliche auf dem Augustinerplatz für Aufruhr. Nachdem die Säule der Toleranz offiziell eingeweiht wurde, flogen bereits kurz vor 22 Uhr Bierflaschen. Außerdem wurde nach Polizeiangaben ein Feuer gelegt und Sozialbürgermeister Ulrich v. Kirchbach beschimpft.
Die Lichtsäule sollte eigentlich für Toleranz werben. Denn der Augustinerplatz mit dem Flair eines italienischen Platzes wurde in warmen Sommernächten immer mehr zur Partymeile von Jugendlichen. Zum Leidwesen der Anwohner. Ein Kompromiss sollte deshalb sein: Ruhe ab 23 Uhr. Genau dann schaltet die Lichtsäule von  grün auf rot. Bei der Einweihung bewirkte das Signal aber genau das Gegenteil. Buhrufe, Beschimpfungen und Verwüstungen machten aus der Säule der Toleranz eine Säule der Intoleranz.

Auf Freiburgs bei jungen Leuten beliebtesten Platz ist Ruhe eingekehrt: Ab 23 Uhr gibt es hier an Sommerabenden keine Musik und keinen Lärm mehr. Das Konzept der Stadt Freiburg mit Infoteams, die die Leute ansprechen, geht seit sechs Wochen auf.

Freiburgs Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach über die neue Säule.

Die Säule der Toleranz haben Schüler der Elektronikerklasse der Walther Rathenau-Gewerbeschule entworfen.

Junge Menschen sagten Radio Regenbogen