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Handball-EM: Deutschland in Hauptrunde

Ungefährdeter 29:24-Sieg gegen Schweden

  • am 19 Jan 2012

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Serbien den Einzug in die Hauptrunde geschafft. Im abschließenden Vorrundenspiel holte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger den zweiten Sieg. Durch einen souveränen 29:24 (20:15)-Erfolg gegen den Rekord-Europameister aus Schweden beendet das DHB-Team die Gruppenphase mit vier Punkten und damit mindestens als Tabellenzweiter der Gruppe B. Erfolgreichster Werfer im deutschen Team war Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern, der Mannheimer wurde auch im Anschluss zum besten Spieler der Partie gewählt. Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki konnte am Ende der Begegnung fünf Treffer vorweisen.

Im letzten Vorrundenspiel in Nis zeigte sich die DHB-Auswahl vom Start weg vor allem in der Offensive fokussiert und treffsicher. Rhein-Neckar Löwe Patrick Groetzki markierte den ersten Treffer für Deutschland, nach einem weiteren Tor von Michael Haaß und einer starken ersten Parade von Keeper Silvio Heinevetter gegen Schwedens Flügelspieler Henrik Lundström war es wieder der Pforzheimer Rechtsaußen, der ins Schwarze traf- 3:1 für das deutsche Team. Auch der vierte Angriff der Heuberger-Sieben endete mit einem Treffer, Holger glandorf netzte ein zum 4:2. Die Topquote im Angriff bekam ihren  ersten Kratzer, als Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer von Außen an Schwedens Torhüter Palicka scheiterte. Auch die nächsten beiden Versuche des Mannheimers blieben erfolglos, aber davon ließ sich der Torschützenkönig der letzten Champions League-Saison nicht beeindrucken, bis zur Pause sollten Gensheimer noch acht Treffer gelingen. Die ersten vier davon gleich im Anschluss: Die Tore fünf bis acht des deutschen Teams gingen auf das Konto des Linksaußen. Nach zehn Minuten stand es bereits 8:3 für Deutschland, von der schwedischen Offensive  war bis dahin nicht viel zu sehen, was aber auch an der gut eingestellten Defensive des DHB-Teams lag. Auch in der Abwehr offenbarten die von Ex-Löwencoach Ola Lindgren trainierten Skandinavier einige Schwächen, die Defensive stand oft viel zu passiv, was den deutschen Rückraumspielern wie Lars Kaufmann natürlich entgegen kam. Dreimal in Folge kam Kaufmann völlig unbedrängt zum Wurf und schraubte das Resultat bis zur 15. Minute auf 11:5 nach oben. Schweden reagierte, wechselte im Tor Andersson ein und stellte im Angriff und Abwehr etwas um. Bis zur 22. Minute gelang es den Skandinaviern auch wieder etwas ran zu kommen auf 16:13, wobei sich auf schwedischer Seite vor allem Kim Ekdahl de Riez mit seinen Treffern, aber Deutschland gab die richtige Antwort. Christophersen, Sprenger und Gensheimer sorgten mit drei Treffern in Serie kurz vor dem Wechsel wieder für einen Sechs-Tore-Vorsprung (19:13) und mit einem recht komfortablen 20:15 für die DHB-Sieben ging es in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fehlte den Deutschen Handballern im Angriff etwas die Ruhe, in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts gelang der Heuberger-Truppe kein Treffer. Dies konnte Schweden nutzen, um auf 20:17 zu verkürzen, doch im Vergleich zum letzten Vergleich der beiden Teams beim Supercup im November, ließ sich die DHB-Auswahl dieses Mal nicht mehr um einen deutlichen Vorsprung bringen. Zunächst war es Uwe Gensheimer, der mit seinem neunten Treffer die Torflaute der deutschen Mannschaft beendete und Christian Sprenger legte gleich nach- 22:17 (36.). Die Offensive agierte darauf hin wieder geduldiger im Positionsspiel, die gute Abwehr und ein starker Silvio Heinevetter im Tor sorgten darüber hinaus für einige Ballgewinne, die dem DHB-Team auch Angriffe über die erste und zweite Welle ermöglichten. In der 50. und 52. Minute konnte sich Löwe Patrick Groetzki noch zweimal in die Torschützenliste eintragen, der Pforzheimer brachte es dadurch nicht nur auf fünf Treffer, sondern erzielte auch zwei der vorentscheidenden Tore der Partie. In den letzten Minuten versuchte Schweden noch einmal mit einer offensiven Deckung die Niederlage abzuwenden, aber Christophersen machte in der Schlussphase den deutschen Sieg perfekt.

Das erste Hauptrundenspiel bestreitet die deutsche Mannschaft am Samstag in Belgrad.

Deutschland:
Heinevetter - Glandorf (1), Haaß (2), Kaufmann (3)- Groetzki (5), Gensheimer (9/4)- Theuerkauf- Roggisch, Christophersen (4),  Wiencek, Sprenger (2), Pfahl (2), Hens (1). Nicht eingesetzt: Lichtlein.





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