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Neues Jahr, alte Schwächen

Hoffenheim spielt 0:0 gegen Hannover

  • am 21 Jan 2012

Es sollte der Aufbruch in eine historische Rückrunde für 1899 Hoffenheim werden.

Zum ersten Mal soll die Rückrunde besser als die Hinrunde werden im Kraichgau. Doch mit dem 0:0 fiel der Start dafür buchstäblich ins Wasser. Nach guter erster Hälfte, bleib im zweiten Durchgang nur das Wetter stürmisch.

Es ist das alte Leid der TSG: 19 Tore in nun 18 Bundesligaspielen, nur 9 Tore in 9 Heimspielen. Die hochgelobte Offensive trifft und trifft nicht. Die TSG stellt inzwischen den drittschwächsten Angriff der Liga. Dabei hätte die TSG in der ersten Hälfte gegen Hannover 96 Chancen genug gehabt, um den Sack frühzeitig zuzumachen. Doch in der 11. Minute ist Ibisevic nach guter Flanke von Mlapa einen Schritt zu langsam, um eine klasse Torchance zu nutzen. In der 24. Minute war Ibisevic dann zwar rechtzeitig am Ball, brachte aber völlig freistehend im Strafraum den Ball aus 12 Metern nicht an Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler vorbei.

Auch Andreas Beck machte es in der 28. Minute nicht besser. Als sich Zieler nach einer Flanke verschätzte, hinfiel und so das Tor offen ließ, reagierte Hoffenheims Verteidiger nicht schnell genug und sein Schuss aufs leere Tor konnte noch abgeblockt werden. In der gleichen Minute war dann einer von Hoffenheims Schnellsten, Peniel Mlapa, einen Schritt zu langsam. Als Firmino einen tollen Pass in den Strafraum spielte, kam Mlapa doch nicht an den Ball und ließ die Chance verstreichen. Den Schlusspunkt setzte Sejad Salihovic, der mit freier Sicht auf das Hannover-Tor in der 31. Minute an der Strafraumgrenze an den Ball kam. Doch Salihovic konnte seine sonst glänzende Schusstechnik nicht ansetzen, der Ball flog weit am Tor vorbei.

Zur Halbzeit sah es nach einem deutlichen Sieg der TSG aus, aber wie in den vergangenen drei Heimspielen, baute die TSG auch gegen Hannover im zweiten Durchgang massiv ab. Bis zur 84. Minute mussten die 24.800 Fans auf die nächste Torchance warten, vorher passierte fast gar nichts. Zeitweise musste man das Gefühl haben, der TSG gehe der Saft aus. Der eingewechselte Fabian Johnson hatte dann nach einem guten Zuspiel von Beck noch einmal die Chance,  aus der Umdrehung brachte Johnson aber keinen Druck mehr hinter den Ball.

Von Hannover 96 kam herzlich wenig. Die Niedersachsen standen tief und kompakt, lauerten ständig auf Konter. Die dickste Chance für 96 hatte ein 1899er. Nach einer Stoppelkamp-Flanke '(16.) wollte der sehr gute Vestergaard klären und schoss den Ball nur ganz knapp am eigenen Pfosten vorbei. Den Schuss von Stindl in der 18. Minute konnte der trotz einer Zerrung im Oberschenkel spielende Tom Starke souverän klären. Danach kam von Hannover nichts mehr. Im zweiten Durchgang wirkten die Niedersachsen nur aufgrund des Leistungsabfalls der TSG feldüberlegen aber zu keiner Zeit wirklich torgefährlich.

Mit dem Punktgewinn klettert die TSG auf Rang 8 in der Tabelle. Dennoch bleibt das Gefühl, dass gegen schwache Hannoveraner mehr drin gewesen wäre. Die TSG-Fans warten nun bereits seit dem 22. Oktober auf einen Heimsieg.



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