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Handball-EM: Deutschland vergibt ersten Matchball

26:28-Niederlage gegen Dänemark

  • am 23 Jan 2012

Die Deutschen Handballer haben bei Europameisterschaft in Serbien den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale verpasst. Im zweiten Spiel der Hauptrunde musste sich das Team mit den drei Rhein-Neckar Löwen Oliver Roggisch, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki dem Vize-Weltmeister Dänemark mit 26:28 (14:17) geschlagen geben. Im abschließenden Spiel der Hauptrunde gegen Polen am Mittwoch in Belgrad (Spielbeginn: 16.20 Uhr) kann die DHB-Auswahl aber noch in die Runde der letzten vier einziehen, dazu braucht Deutschland jedoch einen Sieg. Im heutigen Spiel gegen Dänemark waren Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer, Michael Haaß und Holger Glandorf mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werfer für das deutsche Team.

Nachdem die Polen in der Belgrader Arena das erste Spiel des Tages gegen Mazedonien knapp verloren haben, brauchte die deutsche Mannschaft in ihrer zweiten Hauptrundenbegegnung gegen Dänemark nur noch ein Unentschieden, um sich vorzeitig den zweiten Platz in der Gruppe und damit das Ticket für das Halbfinale zu sichern und der Beginn der Partie war vielversprechend aus Sicht des DHB-Teams. Bereits nach fünf Minuten legte Dänemarks Trainer Ulrik Wilbek schon die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Grund für die frühe Auszeit war der konzentrierte Beginn der Heuberger-Sieben- die Abwehr agierte auf den Punkt und im Angriff stimmte die Wurfeffektivität. So startete Deutschland mit einer schnellen 4:1-Führung ins Spiel. Auch das Time-Out der Dänen konnte den Lauf der DHB-Auswahl zunächst nicht bremsen. Nach einem weiten Pass auf Uwe Gensheimer erhöhte der Mannheimer auf 5:1 (6.) und Holger Glandorf machte mit dem sechsten Treffer den guten Start des DHB-Teams perfekt. Doch dann schlichen sich die ersten Fehler im Spielaufbau ein und Dänemark konnte das erste Mal seine Stärke über den Gegenstoß unter Beweis stellen. Nach 12 Minuten hatte der Vize-Weltmeister von 2011 den Rückstand wettgemacht (6:6) und kam auch dank der ersten guten Paraden von Niklas Landin im Tor immer besser ins Spiel. Doch Deutschland kontrollierte zunächst weiter die Partie, da die DHB-Team  in der Offensive wieder konzentrierter agierte, zumindest bis Christian Sprenger in der 21. Minute zum 10:8 einnetzte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit  wurden jedoch zu viele Wurfgelegenheiten ausgelassen, dazu konnte sich die Abwehr nicht optimal auf den Wechsel der Dänen im Rückraum einstellen. Dadurch wendeten die Skandinavier das Blatt zu ihren Gunsten und gingen mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause (14:17).

Auch nach dem Wechsel gelangen den Dänen einige leichte Treffer über den Gegenstoß, während der deutsche Angriff zunächst zu statisch agierte und die gegnerische Abwehr so nicht in Bewegung brachte. Bis zur 43. Minute konnte der vermeintliche Favorit den Vorsprung so auf 5 Tore ausbauen (19:24). Aber das DHB-Team steckte nicht auf und kämpfte sich bis zur 48. Minute wieder auf 23:24 heran. Der Ausgleich, der Deutschland zum Halbfinaleinzug gereicht hätte, wollte aber nicht mehr fallen. Niklas Landin, der ab Sommer bei den Rhein-Neckar Löwen das Tor hütet,  vernagelte seinen Kasten förmlich und zog der deutschen Offensive in der Schlussphase den Zahn. Der Strafwurf von Anders Eggert zum 25:28 rund 90 Sekunden vor Schluss war dann die endgültige Entscheidung zugunsten der Dänen, die im heutigen Spiel vor allem die Fehler im Spielaufbau der deutschen Mannschaft konsequent bestrafte.  

Deutschland:
Heinevetter, Lichtlein (bei einem Siebenmeter/58.)- Glandorf (4), Haaß (4), Hens- Sprenger (3), Gensheimer (4/2)-Theuerkauf (4)- Roggisch, Christophersen, Kaufmann (3), Pfahl, Wiencek (2), Klein (2). Nicht eingesetzt: Groetzki.

Letztes Spiel der Hauptrunde:
Mittwoch, 25. Januar 16.20 Uhr Deutschland- Polen (in Belgrad)



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