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Mitarbeiter verursachen Keim an Uniklinik Freiburg
70 Beschäftigte untersucht
am 06 Feb 2012
Freiburg: Der Krankenhauskeim MRSA in einer Intensivstation für Frühgeborene an der Uniklinik ist vermutlich durch Mitarbeiter eingeschleppt worden.
Das haben laut einer Klinik-Sprecherin die bisherigen Untersuchungen ergeben. Sie werden in den nächsten Tagen abgeschlossen. Insgesamt werden 70 Beschäftigte der Station untersucht. Von Eltern sei der für Kleinkinder lebensgefährliche Erreger nicht übertragen worden. Ziel der Untersuchung sei es, die Ursache zu finden und somit weiteren Schaden abzuwenden. Bei vier von zwölf Frühchen war der Erreger festgestellt worden, eines davon war erkrankt. Die zwölf Frühchen der Station werden zudem aufwändig geschützt. Die Station betreut Kinder, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. «Wir greifen zu drastischen Maßnahmen, um das Problem rasch zu lösen und um weiteren Schaden von Patienten abzuwenden», sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor der Uniklinik, Gerd Walz. Das am stärksten betroffene Baby sei mit einem wirksamen Antibiotikum behandelt, die drei anderen Kindern desinfiziert worden. Mit Spätfolgen sei nicht zu rechnen. Die vier Babys, bei denen MRSA aufgetreten sei, würden auf der Station isoliert, um ein weiteres Ausbreiten des Keims zu verhindern. Der Hygieneschutz wurde noch einmal verstärkt worden, sagte der Leiter der Krankenhaushygiene, Markus Dettenkofer. So müssten alle Bediensteten und Besucher der Station Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzmasken tragen. Methicillin-resistente Staphylokokken. Vor kurzem hatte eine tödliche Infektionswelle in Heidelberg bei Krebspatienten für Schlagzeilen gesorgt. In Bremen war die Frühchenstation geschlossen worden, nachdem es zu drei Todesfällen gekommen war. Diese Fälle seien mit der Freiburger Station aber nicht vergleichbar, betonte die Klinik. Größerer Schaden sei hier nicht entstanden, weil frühzeitig gehandelt worden sei.