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Hoffenheim kann Augsburg nicht besiegen

2:2 gegen den Vorletzten

  • am 05 Feb 2012

"Ich rede nichts mehr schön", sagte Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski nach dem Spiel, und: "Abstiegskampf pur!"

Ein Punkt, 2:2 Tore, 3:7 Ecken, 46% gewonnene Zweikämpfe, Jannik Vestergaard mit 64% gewonnener Zweikämpfe und 88 Ballkontakten nicht nur in der Spielstatistik noch bester Hoffenheimer. Vieles verlief gegen den Vorletzten der Bundesliga, den FC Augsburg enttäuschend. 

Bei klirrenden -6° Celsius blieben am Samstag gar drei Dauerkartenblöcke nahezu komplett leer. Offiziell verkaufte der Verein 22.500 Karten - ein neuer Tiefstwert in der noch jungen Bundesligageschichte von 1899 Hoffenheim. Nicht nur Cheftrainer Holger Stanislawski zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht.

Die Partie in den ersten 30 Minuten vom Kampf geprägt. Vier Gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Markus Wingenbach im ersten Durchgang. Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste aus Augsburg. Mit einem simplen Doppelpass ließen sich der ins Team zurückgekehrte Marvin Compper, Andreas Beck und Fabian Johnson überspielen. Mölders legte den Ball in den Strafraum auf Oehrl, doch der scheiterte aus kürzester Distanz an Tom Starke.

Es dauerte 31 Minuten, bis wirklich etwas passierte. Hosogai bringt einen Freistoß in den Strafraum, Langkamp verlängert mit dem Kopf auf Mölders und der Augsburger Stürmer hat genug Zeit, den Ball im Strafraum mit der Brust anzunehmen und im Tor der TSG zu platzieren: 0:1. Es war der Weckruf für die TSG. 38. Minute: Salihovic schickt Mlapa, von dessen Hinterkopf und Rücken der Ball glücklich vor seine Füße springt. Danach reagiert Mlapa klasse und überlupft den herausstürmenden FCA-Torhüter Jentzsch. Weil Langkamp und Verhaegh sich bei der Rettungsaktion behindern, landet der Ball im Tor: 1:1. Salihovic hatte in der 43. Minute noch die Chance zur Führung, sein Freistoß landete aber knapp über dem Tor.

Nach der Halbzeitpause folgte Hoffenheims beste Phase. Knapp zehn Minuten nach der Halbzeitpause spielte Hoffenheim mutig nach vorne, zeigte sich laufstark. Die Folge: Firmino wird im Strafraum von Callsen-Bracker gelegt und erhält einen Elfmeter. Salihovic verwandelt in der 51. Minute zum 2:1. Doch aus der Drangphase können Musona, Mlapa und Babel mit ihren Schussversuchen kein weiteres Kapital schlagen.

Danach die TSG gleich mit riesen Glück. Beck spielt einen Rückpass zu lasch zu Starke, der schnelle Werner sprintet dazwischen und spitzelt den Ball zu Mölders. Schiedsrichter Wingenbach entscheidet zu unrecht auf Abseits - Mölders wäre wohl frei auf das TSG-Tor zu gelaufen.

Der Rest der zweiten Hälfte ist schnell erzählt: Augsburg kämpft ums Überleben in der Bundesliga, wird immer stärker. Bei einem Eckball von Baier (72.) lässt sich Beck von Langkamp überspringen, Starke ist mit den Händen noch am Ball, doch die Kugel landet im Netz: 2:2. Nur fünf Minuten später verschätzt sich Starke erneut bei einer Baier-Flanke: Ndjeng köpft aus kurzer Distanz auf die Latte. Augsburg drängt in der Schlussphase, doch ein weiteres Tor fällt nicht mehr. Die TSG steht auch nach dem 20. Spieltag auf Platz 8 in der Tabelle, doch nur noch vier Punkte trennen die TSG von Rang 15.



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