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Was passiert mit Stanislawski?

Pokal-Aus gegen Zweitligist Fürth

  • am 08 Feb 2012

"Stani, wir lieben dich!", riefen die rund 9.000 Hoffenheim-Fans, die am Mittwochabend den Weg in die Rhein-Neckar-Arena fanden und das 0:1-Pokalausscheiden der TSG gegen Zweitligist Greuther Fürth miterlebten.

Spieler mit Tränen in den Augen und Journalisten auf einer Pressekonferenz, die sich nicht einmal mehr trauten, noch Fragen nach der sportlichen Zukunft Stanislawskis im Kraichgau zu stellen.

Ganz Hoffenheim schien an diesem Abend sprachlos. Sprachlos, dass man gegen den Underdog, Zweitligist Greuther Fürth, tatsächlich ausschied und die "historische Chance" (Stanislawski) zum Einzug ins Halbfinale nicht nutzen konnte. Sprachlos über die vergangenen 90 Minuten, in denen Marvin Compper in der 34. Minute vom Platz flog, Olivier Occean in der 44. Minute die Überzahl und Abstimmungsprobleme in der TSG-Defensive ausnutzte, die TSG fortan in Unterzahl gegen stabil stehende Fürther anrannte, aber keine einzige Tormöglichkeit im zweiten Durchgang mehr herausspielte. Auch bei Gleichzahl hatte Fürth die größeren Chancen, die Torwart Tom Starke jedoch alle vereitelte. Für Hoffenheim hatte Peniel Mlapa (24./28.) die zwei größten Möglichkeiten. Sie blieben ungenutzt.

Am Ende steht nicht nur das Pokal-Aus vor mit 14.000 verkauften Karten (darunter 5.000 an Fürth-Anhänger) halb leeren Rängen, sondern auch die Frage im Raum, ob Holger Stanislawski überhaupt noch eine Zukunft im Kraichgau hat. "Kein Kommentar", sagte Manager Ernst Tanner - ebenfalls sichtlich niedergeschlagen - nach dem Spiel. "Es ist nicht der richtige Zeitpunkt nach so einem Spiel, weil wir alle mit Emotionen geladen sind."

Erstmals in der knapp achtmonatigen Amtszeit Stanislawskis hatte es keinen Kreis seiner Mannschaft nach dem Spiel gegeben. Einige Spieler verschwanden sofort in die Kabine, andere traten den Gang in die Fankurve an. Die Worte des Trainers auf der Pressekonferenz klangen wie Abschiedsworte: "Wie meine Jungs marschiert sind, ist sehr gut. Das ist der richtige Weg. Ich wünsche mir, dass die Jungs das so weitermachen." Zur Fan-Unterstützung sagte Stanislawski: "Ich bin unwichtig, aber natürlich freut es einem, wenn Zuschauer ein Gespür haben. Aber ich bin nicht so wichtig. Ich habe es zur Kenntnis genommen und werde es still für mich genießen." Danach gab es noch eine Umarmung für Gäste-Trainer Mike Büskens und Stanislawski verschwand in die Katakomben.

Allein die Frage blieb im Raum: Was passiert nun mit Stanislawski? Schon vor der Partie hatte Mäzen Dietmar Hopp den Trainer angezählt. Kaum vorstellbar, dass nach dem enttäuschenden Pokal-Aus die Stimmung noch einmal zu den Gunsten Stanislawskis kippt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen Gespräche mit Markus Babbel schon so weit fortgeschritten sein, dass der Ex-Hertha-Trainer schon am Samstag bei Werder Bremen auf der Bank sitzen könnte. Bestätigungen von TSG-Seite dazu gab es nach dem Spiel noch nicht. Es folgen spannende Stunden. Morgen um 14 Uhr hat Hoffenheim Training. Ob mit Stanislawski, scheint derzeit mehr als fraglich zu sein.



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