Alltagstipps

Muskelzucken, Pochen und Blubbern unter der Haut ...

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Ursachen und Symptome

Viele haben es schon einmal gehabt. Plötzlich hat es unter der Haut gezuckt, gepocht oder regelrecht geblubbert. Meistens tritt dieses Muskelzucken im Gesicht auf, aber auch Arme, Beine und der Rumpf können betroffen sein. Welche Symptome und Ursachen das teils nervige Zucken haben kann, erfahrt ihr hier.

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Das Muskelzucken kann, je nach Intensität und Dauer, sehr nervig sein, ist aber in den allermeisten Fällen harmlos, wenn sie nicht mit einer bereits diagnostizierten Erkrankung wie Epilepsie, Nervenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen einher gehen. 

Dennoch kann es den Alltag der Betroffenen belasten, besonders dann, wenn sie bereits an Epilepsie, Tic-Störungen oder dem Tourette-Syndrom leiden. Denn: Meistens löst das Zucken Unverständnis und Irritationen im Umfeld aus.

Ursachen von Muskelzucken

In der Regel ist das Zucken und Pochen harmlos und verschwindet nach einer mehr oder weniger kurzen Zeit wieder. Die Gründe für das Muskelzucken sind meistens harmlos, aber dennoch vielfältig. Beispielsweise kann es an einfachem Magnesiummangel liegen. Wenn ihr neben dem Zucken auch ab und an Krämpfe in den Waden oder Oberschenkeln habt, kann das eine Ursache sein. Häufig tritt das Zucken auch bei Unterzuckerung oder starkem Stress auf. Viele kennen das Problem: Man muss einen wichtigen Vortrag halten oder ein Gespräch mit dem Chef über die Gehaltserhöhung führen, und plötzlich fängt das Augenlied an zu zucken und zu pochen. Neben diesen harmlosen und relativ einfach vermeidbaren Ursachen können aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten, Durchblutungsstörungen, Einfluss von Drogen und Medikamenten oder auch das Einklemmen von Nerven die Gründe für das Pochen sein. Im schlimmsten Fall sind es neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) oder Parkinson, die Gründe dafür sein können, bis hin zu Ursachen im Gehirn, wie ein Tumor oder eine Entzündung.

Das Muskelzucken entsteht durch Nervenimpulse, die aus dem Gehirn kommen. Diese senden Signale an die entsprechenden Muskelzellen. Entladen sich diese Impulse unkontrolliert und zu stark, kommt es zum Muskelzucken.

Die Art des Zuckens hängt oft mit der Ursache zusammen. Bei epileptischen Anfällen kommt es zu sehr starken Zucken, wodurch der ganze Körper komplett verkrampfen kann. Bei Unterkühlung ist es dagegen ein sehr feines Zittern, was sich meist im charakteristischen Zähneklappern äußert.

Zucken am Auge: Meistens ein Anzeichen für Stress

Wenn sich bei euch ab und an das Augenlied selbstständig macht und zuckt, liegt es meistens am erhöhten Stresslevel. Das äußert sich in sehr feinen und schnellen Bewegungen der dortigen Muskulatur. Entwickelt sich dieses Zucken zum regelrechten Zwinkern, ist meistens eine Tic-Störung die Ursache dafür. Bei stressbedingtem leichtem Zucken helfen meistens Entspannungstechniken, wie Meditation oder autogenes Training.

Das Zucken an anderen Körperteilen können auch Faszikulationen auftreten. Dabei ziehen sich in schnellen Abständen ganze Muskelbündel zusammen und entspannen sich wieder. Das passiert auch bei kerngesunden Menschen, zum Beispiel nach intensivem Sport.

Wenn das Muskelzucken häufiger und dauerhaft auftritt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen, der der Ursache auf den Grund geht. Es kann eine vorrübergehende Reizung der Nerven dahinterstecken, aber unter Umständen auch eine ernste Erkrankung. Der richtige Experte auf diesem Gebiet ist der Neurologe. Um ein genaues Bild der Beschwerden zu bekommen, benötigt er eure Informationen, wo, wann oder wie oft das Zucken aufgetreten ist. Untersucht wird dann mittels einer Elektroneurographie (ENG),
einer Elektromyographie (EMG) oder einer Elektroenzephalographie (EEG). Auch Blutuntersuchungen, ein CT oder MRT können notwendig werden, ebenso wie die Entnahme von Muskelgewebe, eine Hirnwasseruntersuchung oder Allergietests.

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