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TSG 1899 Hoffenheim

Rangnick: "Ein Sieg gegen Bremen würde uns jetzt gut tun"

Samstag, 13. März | Keine Kommentare

Es war stürmisch in den letzten Tagen im Kraichgau. Aber weder das Wetter, noch der früher so berauschende Offensivfußball verursachten in diesen Tagen die Sturmwarnungen bei 1899. Vielmehr das Gegenteil ist der Fall.

"Ein Sieg gegen Bremen würde uns jetzt gut tun", sagt Ralf Rangnick und deutet damit an, was er nach dieser Woche hinter sich hat. Nach einer schwachen Leistung am vergangenen Sonntag gegen Mainz hagelte es Kritik von allen Seiten. Manager Jan Schindelmeiser, Trainer Ralf Rangnick, Fans und Medien waren enttäuscht vom Fußball der ehemals so Zauberhaften. Zuletzt schaltete sich sogar Dietmar Hopp ein und verlangte öffentlich eine Erklärung für die schwachen Leistungen. Und die Vertragssituation des Trainiers sorgte obendrauf für Spekulationen über einen möglichen Weggang Rangnicks aus Hoffenheim.

All diese Baustellen hat der Fußballlehrer aus Backnang beharrlich unter der Woche abgearbeitet. Rangnick zu Wolfsburg? Der Coach kontert: "Ich bin mit ganzem Herzen hier Trainer, stehe mit keinem anderen Verein in Kontakt und will auch nächstes Jahr hier noch Trainer sein" und liefert damit endlich das von Fans  herbeigesehnte Bekenntnis zu 1899. Eine Vertragsverlängerung gebe es aber frühestens im Sommer oder sogar in der Winterpause nächstes Jahr.

Auch zu den angeblichen Mentalitätsproblemen wusste Rangnick eine Antwort. "Wir müssen schon genauere Ursachenforschung betreiben. Wir haben kein Mentalitätsproblem. Ich habe beim Spiel gegen Mainz niemand gesehen, der stehen geblieben ist oder abgewinkt hat." Stattdessen seien die vielen Verletzungen und die Länderspielreisen einiger Akteure (Ba, Ibisevic, Salihovic, Simunic und Co) Grund für die schwankende Form der Spieler. Verunsicherung und schlechte Form brachte die Spieler dann dazu "immer wieder falsche Entscheidungen zu wählen." analysierte der Trainer.

All das versuchte Rangnick am Donnerstag auch Dietmar Hopp zu erklären. "Wir haben zwei Stunden unter vier Augen geredet" berichtet Rangnick und zeigte sich erleichtert über das Gespräch. "Und wir haben uns auch über die Zukunft und neue Spieler unterhalten." In Zukunft soll der Fokus wieder vermehrt auf junge, deutsche Talente gerichtet werden. "Wir müssen in den Jahrgängen 90, 91 und 92 nach solchen, noch unbekannten Talenten suchen" gab Rangnick vor. Mehr wollte er aber nicht verraten.

Die, die da sind hat Rangnick unter der Woche in Einzelgesprächen wieder aufgebaut, nachjustiert. "Ich bin jetzt seit 13 Jahren hier Profi. Ich kenne keinen Trainer der so viel mit den Spielern redet, versucht sie zu verbessern in allen Bereichen. Ralf Rangnick ist weltklasse" schwärmte danach Verteidiger Josip Simunic.

Unterm Strich muss aber ein Sieg her, das weiß auch der Trainer. Sonst verpuffen die Bemühungen und der Gegenwind wird noch rauer. Und jetzt kommt Bremen. Schon zum zweiten Mal treffen die beiden Mannschaften in diesem Jahr aufeinander. Im DFB-Pokal vor vier Wochen kegelten die Hanseaten Hoffenheim aus dem Wettbewerb und beendeten vorerst alle Träume von einem Einzug ins internationale Geschäft.

Jetzt soll es die Revanche geben. Bremen kommt in Bestbesetzung, blieb die letzten sechs Pflichtspiele ungeschlagen und erreichte am Donnerstag in der Europa League ein Unentschieden bei Timo Hildebrands Ex-Klub FC Valencia.

Hoffenheim dagegen muss einige Stammkräfte ersetzen. Beck(Trainingsrückstand nach Innenbandriss), Obasi (Syndesmosebandverletzung), Ba (Patellasehnenprobleme) und Jaissle (Reha nach Kreuzbandriss) fallen sicher aus. Fragezeichen stehen zudem hinter Per Nilsson(Innenbanddehnung) und Luiz Gustavo(Probleme an der Achillesferse), der gerade erst seine Rotsperre abgesessen hat. Beide absolvieren am Samstag das Abschlusstraining. Ob sie spielen könnten entscheidet der Trainer dann kurzfristig.

Die, die am Ende auf dem Platz stehen müssen mehr zeigen als am vergangenen Wochenende. Rangnick fordert: "Das Ziel für diese Spiel ist, dass wir den Fans zeigen, dass wir willens und in der Lage sind, sowohl bei eigenem als auch bei gegnerischem Ballbesitz gut zu spielen." Anpfiff in der Partie ist am Sonntag um 15.30 Uhr.

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Kategorie: 1899 Hoffenheim
Tags:  1899   Ba   Eichner   Hildebrand   Hoffenheim   Ibertsberger   Maicosuel   Rangnick   Schindelmeiser   Simunic   Weis 
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