
Ende letzten Jahres veröffentlichte James Blunt sein Album „Some Kind Of Trouble“ und feierte mit der ersten Singleauskopplung „Stay The Night“ große Erfolge. Einen Teil seiner Songs schrieb er auf Ibiza, wo er seit fünf Jahren lebt. Auch beim Radio Regenbogen Award am 25. März wird er in Karlsruhe zu Gast sei. Mit James Blunt haben wir uns mal näher über sein Album und wie die Insel seine Songs beeinflusst, unterhalten.
James, was denken Sie über Erfolg?
Wir bezeichnen es als Erfolg, wenn man Ruhm und Vermögen hat. Aber wir sollten es als Erfolg bezeichnen, wenn wir glücklich sind. Das ist wichtig. Ich habe Freunde in England, die in einem Karavan leben und kaum Geld haben. Aber sie lieben sich und sie haben drei Kinder und ein großes Lächeln auf dem Gesicht. Ich denke mir dabei: Was für einen großen Erfolg haben sie in ihrem Leben erreicht.
Ist "Starrummel" ein Grund, warum Sie nach Ibiza gegangen sind?
Nein, nicht unbedingt. Ich führe auch in London ein ziemlich normales Leben. Ich kann wählen: Ich weiß, wenn ich an bestimmten Orten auftauche, werde ich auch besonders behandelt. Wenn’s mal ein bisschen oberflächlicher zugeht, macht mir das auch Spaß. Es wäre fürchterlich, diesen Job auszuüben, wenn ich es nicht so empfinden würde. Andererseits ist es mir sehr wichtig, dass ich wie ein normaler Mensch behandelt werde und dass mich meine Freunde als normalen Menschen betrachten.
Ich treffe manchmal andere Künstler, die bei ihren Reisen immer einen Assistenten oder einen Bodyguard dabei haben, der für sie arbeitet. Sie machen Urlaub und haben all diese Leute um sich herum. Ich würde mich in einer solchen Umgebung unwohl fühlen. Wenn ich mit Freunden in den Urlaub fahre, käme keiner von Ihnen auf die Idee in mir einen „Star“ zu sehen.
Wie lebt es sich denn auf Ibiza?
Es ist nicht weit weg von England, ungefähr zwei Flugstunden. Ich habe ein Kissen auf meinem Sofa, auf dem steht: „Du weißt nicht, wie viele Freunde du hast, solange du nicht eine Villa auf Ibiza hast!“ – denn es gibt viele Leute, die nach Ibiza kommen und bei dir wohnen wollen. Es ist eine sehr freie Insel. Um dorthin hinzugehen, muss man in seinen Gedanken ein freier Mensch sein. Als ich nach Ibiza kam, fragte ich mich, warum nicht jeder seine Zelte abbricht und hier her kommt, denn es ist einfach magisch.
Das Leben auf Ibiza scheint doch etwas abgefärbt zu haben, oder?
Als mich Leute fragten, ob mein neues Album von Ibiza beeinflusst sei, war meine erste Reaktion: Nein. Ich habe es in London geschrieben und aufgenommen. Aber ich lebe auf Ibiza und natürlich hat mich das beeinflusst. Das Leben im Sonnenschein und die ganz eigene Art des Lebens auf dieser Insel hat natürlich Auswirkungen. Deshalb würde ich sagen, dass Ibiza mein Heim und London mein Büro ist.
Wie ist der Song „Stay The Night“ entstanden?
Der Song hat sich quasi selbst geschrieben. Wir waren zu dritt in Kalifornien und haben zusammen diesen Song produziert. Wir saßen mit unseren akustischen Gitarren im Kreis – es war so, als wenn man um ein Lagerfeuer herum sitzt, nur dass wir kein Lagerfeuer hatten.
Wir haben einfach die Dinge beschrieben, die um uns herum geschehen sind. Es ist ein einfacher Song, der Spaß macht und der ein bestimmtes Feeling beschreibt. Wir haben versucht, ein paar Momente und diese Energie einzufangen. Das war aufregend.
Viele Musiker sagen, dass sie von der Musik besessen sind. Ist das wahr?
Viele Leute, die mit Musikern zusammen leben, sagen, dass dies schwierig sei. (lacht) Denn es ist kein Job, sondern eine Lebensweise. Ich habe ein paar Freunden bestimmte Songs vorgespielt, und sie waren ziemlich schockiert, wie intensiv ich die Songs lebe. Sie waren sogar ein bisschen verängstigt.
Es gibt also eine bestimmte Besessenheit bei Ihnen?
Ich habe das Album „All The Lost Souls“ aufgenommen und bin dann auf Tour gegangen, insgesamt zwei Jahre. Da lebt man die ganze Zeit wie in einer Blase. Danach kam ich nach Hause und hing mit meinen Freunden ab. Ich hatte also eine Periode von sechs Monaten, in denen das Leben ganz normal verlief.
Das Songschreiben und das Aufnehmen waren dann auch noch einigermaßen normal, jedenfalls konnte ich noch tagsüber arbeiten. Aber da wird es schon schwierig. Ich denke, wenn man mit den Aufnahmen anfängt und vorallem, wenn man die Songs live präsentiert und auf Tour geht, dann bestimmt das das ganze Leben.
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"Sex. Liebe. Kontrollverlust. Eitelkeiten" und obendrein "Lippenstift. Lügen. Tränen. Tragödie. " - zwei Handlungsverläufe, die eigentlich keine großen Fragen über Natalia Kills mehr aufwerfen dürften. Wir klären Sie jetzt trotzdem mal auf!
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