Katrin kocht

Hefe „ist alle“

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Das sind die besten Alternativen für Hefe

Ich freue mich ja, dass wir alle jetzt mehr backen. Es duftet zum Teil herrlich aus den Fenstern bei uns in Baden und der Pfalz. Aber im Supermarkt gibt es kaum noch Hefe zu kaufen. Also: was nehmen wir als Ersatz?

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Quark Öl Teig
Der ist ganz schnell zusammengeknetet. Wir brauchen dazu nur Quark, Öl, Eier, Mehl, bisschen Salz und Zucker. Als Triebmittel Backpulver.

Wichtig ist: er muss schnell zubereitet und verarbeitet werden, denn er ist das genaue Gegenteil eines Hefeteigs, der ja lange gehen muss. Der Quark Öl Teig muss schnell aufs Blech – Brot und Brötchen gelingen damit natürlich nicht so gut wie mit Hefe. Aber für belegten Kuchen oder Pizza ist er echt gut geeignet. Oder für kleines Gebäck mit Streuseln drauf, Früchten, Nüssen – oder herzhaft mit Tomaten und Käse.

Selbstgemachte BIER-Hefe
Im Netz tummeln sich ja inzwischen die spannendsten Rezepte um Hefe mit BIERHEFE selbst zu machen. Was steckt dahinter? In Bier, oft Weizenbier, ist ja auch Hefe drin. Die Hefepilze führen dazu, dass der Zucker vergoren wird, verwandelt sich in Alkohol - und diese Hefepilze können auch unseren Teig zum Gären bringen.

Wenn wir das Bier mit etwas Mehl und Zucker vermischen, kräftig aufschütteln und mindestens über Nacht bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank gehen lassen, dann entwickeln sich Hefepilze die wir auch im Teig einsetzen können.

Der Teig wird meistens natürlich nicht ganz so locker und fluffig wie wir es mit Hefe gewohnt sind, deshalb müssen wir etwas experimentieren. Das Ergebnis hängt von der Biersorte ab – also wieviel aktive Hefepilze sind da noch im Bier drin, wieviel Mehl und Zucker habe ich verwendet.

WICHTIG: wenn wir diese selbstgemachte Hefemischung an den Teig geben unbedingt nochmal kräftig schütteln!

Manche Rezepte sagen 100g Hefeweizenbier – ein Teelöffel Zucker, ein Esslöffel Weizenmehl. Andere sagen mehr Mehl oder Zucker. Mein Tipp: Am besten selber probieren und rantasten. Es lohnt sich. Wir können ein gutes Ergebnis hinkriegen mit der Bierhefe.

WICHTIG: diese selbstgemachte Bierhefe treibt natürlich nicht ganz so stark wie frische Hefe. Deshalb müssen wir ihr unbedingt viel Zeit lassen.

Schmecken tun wir das Bier übrigens später nicht. Das verdampft alles!

Wir merken uns:
für selbstgemachte Bierhefe brauchen wir 100 g Bier, 10 g Mehl, 5 g Zucker.
In ein Gefäß geben und gut durchmischen.
In ein Glas umfüllen und abgedeckt mindestens über Nacht stehenlassen. Bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank.
Vor Gebrauch dann gut durchmischen. Unsere Menge reicht für circa 500 Gramm Mehl.
 
Hefewürfel oder aus der Tüte?
Das macht jetzt nicht so den großen Unterschied. Ich persönlich verwende lieber frische Hefe. Trockenhefe können wir aber gut lagern. Bis zu einem Jahr trocken im Vorratsschrank. Der Hefewürfel muss in den Kühlschrank, sonst würden die Hefepilze absterben und der Teig wird irgendwie fluffiger.
 
Eine Frage noch …
Warum hat ein Hefewürfel exakt 42 Gramm? Weil er so schon ideal portioniert ist und wir ohne groß rechnen zu müssen verwenden können. Denn so hat er genau die richtige Anzahl Hefezellen wie wir brauchen für 1 Kilogramm Teig oder 500 Gramm Mehl.

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