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Kinder unterm Regenbogen

Mehr Geld für Kinder und Neubau

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Frauenhaus braucht Hilfe!

2017 hat es 140 000 Fälle von häuslicher Gewalt in Deutschland gegeben – 80 Prozent davon gegen Frauen. In deutschlandweit 350 Frauenhäusern wird den betroffenen Frauen geholfen. Eins davon steht in Erbach im Odenwald-Kreis.

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In Erbach gibt es insgesamt sechs Frauenplätze und 18 Betten. 60 Prozent der Frauen nehmen nämlich ihre Kinder mit. Es ist ein Schutzhaus für Frauen, die von häuslicher Gewalt durch Männer betroffen sind oder vor ihrem Partner beziehungsweise Ex-Partner flüchten müssen. In den meisten Fällen sind die Frauen geschlagen, bedroht, erpresst oder gestalkt worden.

Viele emotionale und bewegende Momente

Kathy Trautmann, Mitarbeiterin im Frauenhaus Erbach, hat von vielen Hochs und Tiefs gesprochen. Aber ist gibt auch einige bewegende und emotionale Momente. Dabei nennt sie zum Beispiel Gespräche mit Frauen, die es geschafft haben, ein neues Leben anzufangen und trotzdem ein positives Menschenbild behalten. Sehr emotional ist für die Mitarbeiter auch, wenn die Frauen wieder lachen können. So eine Besserung passiert aber oft erst nach Jahren.

Aktuelle Situation

Momentan sind in Erbach sechs Frauen mit ihren Kindern untergebracht. Insgesamt sind es neun Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren. Drei Frauen teilen sich jeweils ein Badezimmer, ein Esszimmer und eine Küche. Es gibt ein Kinderzimmer, das aber auch gleichzeitig auch das Notaufnahmezimmer ist. In Erbach sind normalerweise immer alle sechs Frauenplätze belegt. Frauen und Kinder leben dort selbstständig, kaufen selbst ein und kochen alleine.

Geld für neue Zimmer

In Zukunft soll es in dem Frauenhaus mehr Platz geben. Weil das Kinderzimmer gleichzeitig auch das Notaufnahmezimmer ist, können die Kinder dort oft nicht spielen. Deswegen sollen zwei neue Kinderzimmer für verschiedene Altersgruppen und ein Gruppenraum entstehen. Außerdem ist ein barrierefreies Zimmer geplant. Ein weiterer Grund für einen Neubau ist, dass das alte Gebäude baufällig ist. Außerdem bildet sich so langsam Schimmel. Das kann in Zukunft zu großen Gesundheitsschäden führen.

Was tut ein Frauenhaus?

Die Aufgabe eines Frauenhauses ist immer, die betroffenen Frauen zu unterstützen und sie vor allem zu stabilisieren. Dazu soll die finanzielle Situation geregelt werden und die Frauen erhalten psychologische Betreuung. Das gilt auch für die Kinder, die durch die Vorfälle zuhause auch manchmal selbst gewalttätig sind. Das Frauenhaus stellt hierzu Gruppenangebote an und jede Frau hat eine Bezugsperson im Haus. Ein großes Ziel ist es auch, wieder eine gute Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen. Manchmal kann es durchaus sein, dass eine Frau länger als ein Jahr im Frauenhaus bleibt.

 

 

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