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Kinder unterm Regenbogen

Helden für Notfälle mit Kindern geschult

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Verein „HeldenStärker“ bereitet Rettungskräfte noch besser auf Kindernotfälle vor

Für viele Eltern ist die Sicherheit ihrer Kinder das Allerwichtigste. Den Notfall will man sich deshalb eigentlich gar nicht vorstellen: etwas Schlimmes ist passiert und für das Kind muss ein Rettungswagen gerufen werden.

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Da hilft die Gewissheit, dass sich die Rettungskräfte in so einem Ernstfall so gut wie möglich um das Kind kümmern. Das haben sich die Gründerinnen und Gründer des Vereins „HeldenStärker“ zur Aufgabe gemacht: die Rettungskräfte durch Schulungen, die speziell auf die Kindernotfallversorgung ausgerichtet sind, möglichst intensiv vorzubereiten. Diese Kurse sind vom Azubi bis zum Notarzt für alle Rettungskräfte des Kreises Bergstraße gedacht. Den jungen Verein gibt es seit 2017 und wird komplett von Spenden und der Arbeit der Ehrenamtlichen getragen.

Gründung des Vereins ist eine Herzensangelegenheit

Im Gespräch mit drei der Gründerinnen, Stefanie und Carolin Seeger sowie Marion Muhalia, wird schnell klar: hier handelt es sich um eine absolute Herzensangelegenheit. Schon der Name des Vereins soll eine Wertschätzung für die Rettungskräfte ausdrücken. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wollten die Frauen sich für die bestmögliche Versorgung von Kindern am Notfallort einsetzen. Denn im Kreis Bergstraße gibt es keinen speziellen Kinderkrankenwagen, erklärt Mitgründerin Marion Muhalia. Hinzu kommt, dass wegen Kindern viel seltener der Rettungswagen kommen muss als wegen Erwachsenen – und obwohl das erstmal beruhigend klingt, haben viele Rettungskräfte deshalb nicht viel Übung mit Kindernotfällen im Alltag. So werden diese zu einem Thema, „das unglaublich bewegt und was auch viele Ängste schürt“, berichtet Mitgründerin Stefanie Seeger. Deshalb will „HeldenStärker“ den Rettungskräften vor Ort durch die Schulungen die Nervosität nehmen und ihnen mehr Sicherheit geben. Diese finden in Kooperation mit dem Schulungsunternehmen MegaMed aus Landau statt.

Einsätze mit Kindern sind besonders stressig

Vor allem wenn Medikamente verabreicht werden müssen, können Kindernotfälle eine besondere Stresssituation für die Einsatzkräfte sein:
 „Bei einem Kind kann eine falsche Dosierung tödlich sein“, betont Stefanie Seeger, „ein Fehler kann verheerend sein“. Deshalb können die Kursteilnehmenden nicht nur praktische Erfahrungen sammeln, sondern bekommen auch Materialien, die ihnen direkt am Notfallort helfen, die richtige Medikamentendosis zu bestimmen. Die Szenarien werden so realistisch wie möglich nachgestellt „und dann muss man entscheiden, was wird gemacht, was ist jetzt das Richtige“, verdeutlicht Carolin Seeger die Dringlichkeit in einer solchen Situation. Etwa 50 Rettungskräfte konnten durch die Spendeneinnahmen bereits an den Kursen teilnehmen und sind schon im Kreis Bergstraße im Einsatz.
Neben den nächsten Basiskursen, die im April, Juni und September stattfinden sollen, haben die Initiatorinnen schon Ideen für Wiederholungstrainings und Fortführungen: „das hängt von den Spenden ab, was jetzt noch passieren kann“, so Muhalia. Durch die Unterstützung von „Kinder unterm Regenbogen“ könnten 72 weitere Rettungskräfte geschult werden – „das wäre schon phänomenal“, findet Stefanie Seeger.

 

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