Kinder unterm Regenbogen

Chefarzt Dr. Merz wünscht sich „Venensuchgeräte“

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Für eine schmerzfreie Behandlung in der Kinderklinik St. Annastift

Wenn es darum geht, dass kleine Patientinnen und Patienten wieder gesund werden, ist es besonders wichtig, dass ihre Behandlung ohne Schmerzen von Statten gehen kann. Deshalb wünscht sich das Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen Spenden für „Venensuchgeräte“, wie sie Chefarzt Dr. Ulrich Merz nennt. Mithilfe dieser können bei Säuglingen, denen Blut abgenommen werden muss, Venen ganz einfach gefunden werden – normalerweise seien die durch den Babyspeck nämlich weder zu sehen, noch zu ertasten.

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Wenn Dr. Merz von seinen Erfahrungen im St. Annastift erzählt, spricht er von einer Zeit in einem liebenswürdigen Team, das sich mit Hingabe kümmert, von dem Gefühl, ein Frühgeborenes auf die Welt zu bringen und es Wochen später nach Hause entlassen zu dürfen, um es Jahre später als gesunden Achtklässler wiederzutreffen und von Kindern mit Diabetes, denen er Mut gemacht hat, ihren Alltag normal weiterzuleben und die nun weiter erfolgreich Leistungssport betreiben.

Zu seinem ersten Tag als Chefarzt im Annastiftskrankenhaus fuhr Merz mit einem Kofferraum voller Bücher und großer Erwartungen. Mittlerweile blickt er zurück auf 16 Jahre Erfahrungen, 16 Jahre Erinnerungen an kleine und nicht mehr ganz so kleine Patientinnen und Patienten, die in der Kinder- und Jugendklinik behandelt wurden.

„Ich glaube, niemand von uns geht gerne und freiwillig in ein Krankenhaus“.

Deshalb setzt Dr. Merz sich stark für Verbesserungen ein, denn dass die Menschen sich im Krankenhaus wohlfühlen, sei unglaublich wichtig.

Spendenfinanzierter Frühgeborenen-Simulator „Paul“

Und mit Spenden für „Kinder unterm Regenbogen“ ist in der Kinder- und Jugendklinik schon viel erreicht worden: Gerade wurde „Paul“ geliefert – eine Reanimationspuppe, die ein Frühgeborenes „absolut realistisch“ simuliert, erklärt Merz. Mit „Paul“ können Erkrankungen und alle möglichen Situationen durchgespielt und das Personal so besser auf den Umgang mit Frühgeborenen vorbereitet werden.

„Das ist Gold wert. So eine Puppe gab es bisher noch nicht. Die werden wir in den nächsten ein bis zwei Wochen in unser Training einbeziehen.“

Es sind schon viele Frühgeborene im St. Annastift zur Welt gekommen. Eines ist Merz besonders in Erinnerung geblieben.

„Da ist ein extrem kleines Frühgeborenes von weither zu uns verlegt worden. Der Vater hat gesagt: ‚wenn es gesund wird, dann veranstalten wir einen Konzertabend für dieses Kind‘. Und das hat er dann tatsächlich gemacht. Wir konnten dieses Kind gesund entlassen.“

Daraufhin sei die Belegschaft in den kleinen Ort gefahren, in dem die Eltern mit ihrem Kind wohnen. Das Konzert haben sie genossen.

„Das sind Erinnerungen, die vergisst man nicht“.

Aber nicht nur das Pränatal-Zentrum ist in Ludwigshafen gut ausgebaut.

Große Kinderklinik mit vielen Bereichen

Das Annastiftkrankenhaus hat eine große Kinderklinik, in der sich Schwestern und ÄrztInnen um Patientinnen und Patienten kümmern, die aus ganz Baden und der Pfalz kommen. Es werden Kinder versorgt, die einen Magen-Darm-Infekt oder eine Lungenentzündung haben.

„Die Kinder, die mit akuten Erkrankungen kommen, sind meistens nach wenigen Tagen geheilt und können die Klinik wieder verlassen“,

so Merz. Das Ziel sei es, dass die Kinder möglichst in ihren eigenen Betten schlafen können.

Doch manche Kinder müssen längere Zeit in der Klinik verbringen, oder regelmäßig wiederkommen. Deshalb gibt es ein Zentrum für chronische Erkrankungen. Da betreuen SpezialistInnen mit jahrelanger Erfahrung die Kinder. Es gibt außerdem eine Kinderneurologie, eine Tagesklinik für übergewichtige Kinder und auch ein Diabeteszentrum.

 „Ich kenne die Patienten seit vielen, vielen Jahren. Es gibt da sehr schöne Erlebnisse, in allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin. Ich habe einen Jungen mit Diabetes in meiner Betreuung, der war Landesmeister in Leichtathletik. Dann verlassen uns die Kinder mit 18 Jahren und sie waren schon bei uns seit sie drei waren. Es ist schön, jemanden auf diese Weise begleiten zu können“.

Wenn ein neues Kind ins Diabetes-Zentrum kommt, gibt es ein Erstgespräch, bei dem Merz den Kindern und ihren Eltern erstmal Mut macht:

„Dann sage ich ihnen: Das kann man gut behandeln. Die Kinder können an Weihnachten trotzdem Plätzchen und am Geburtstag Kuchen essen“.

Als nächstes frage er nach den Hobbies. Reiten, Schwimmen, Musikinstrumente spielen, mit Freunden unterwegs sein – die Liste sei lang.

 „Das kannst du alles weitermachen. Eins kann ich dir sagen: Mit deiner Erkrankung kannst du Sportweltmeister werden. Du kannst damit Bundeskanzlerin werden, oder Schauspieler“,

sagt er den Kindern – trotz Diabetes.

Er möchte den Kindern Mut machen, dass ihr Leben ganz normal weitergeht. Rund 130 Kinder und Jugendliche werden aktuell im Diabetes-Zentrum betreut. Merz betont, wie wichtig Teamarbeit und ein gutes Miteinander seien: Pflegekräfte, ÄrztInnen, PsychologInnen, Physiotherapeutinnen, ErnährungstherapeutInnen: Sie alle müssen zusammenarbeiten. 

„Patienten brauchen ein freundlich zugewandtes Team“.

Im Stationszimmer hängen Bilder, die die Kinder zum Abschied gemalt haben.

„Dann liegen wir glaub ich nicht ganz falsch mit dem, was wir tun“,

sagt Merz.

Auf Spenden angewiesen

Doch trotz allen guten Willens fehlt für manche Dinge einfach das Geld. So auch für die „Venensuchgeräte“:

„Ohne Spenden kann man das heutzutage nicht machen“,

sagt Merz. Mit diesen Geräten können bei Säuglingen besser Venen gefunden werden. Das erspart den Kindern Schmerzen beim Blutabnehmen. Zwei Venensuchgeräte möchte das St. Annastift in Ludwigshafen im Rahmen des Spendenmarathons anschaffen.

 

Fotos: St. Annastiftkrankenhaus

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