Kinder unterm Regenbogen

Ein Autismus-Assistenzhund für Emil aus Bühl

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Der Sechsjährige lebt mit AUTS2-Syndrom und atypischem Autismus

Emil aus Bühl hat mit zwei großen Herausforderungen in seinem Leben zu kämpfen. Der Sechsjährige lebt mit dem AUTS2-Syndrom und atypischem Autismus. Ein Autismus-Assistenzhund könnte Emil und seine Familie im Alltag unterstützen.

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Für Mama Caroline (31) und Papa Matthias (44) war der November 2014 ein ganz besonderer Monat. Sohnemann Emil erblickte das Licht der Welt und macht die junge Familie vorerst komplett. Zwei Jahre später sollte noch Brüderchen Leo folgen. Bereits wenige Wochen nach Emils Geburt bemerkten Caroline und Matthias, dass mit ihrem ersten Sohn etwas nicht stimmen könnte. Emil hatte von Beginn an Schwierigkeiten beim Trinken, einen starken Reflux und zudem reagierte er sehr wenig auf seine Umwelt. Nach ersten Untersuchungen und Behandlungen bei einigen Ärzten war allerdings noch keine Besserung in Sicht.

Es folgten Jahre mit vielen Untersuchungen, Tests und Therapiestunden – eine belastende Zeit für die Familie, die immer noch auf eine eindeutige Diagnose wartete. Die sollte erst im Juli 2020 folgen: bei Emil wurde das AUTS2-Syndrom festgestellt, ein seltener Gendefekt. Typische Symptome sind Entwicklungsverzögerungen, Lernbehinderungen bis mittelgradige geistige Behinderungen, ein kleiner Kopfumfang und autistische Verhaltensweisen. Im Herbst 2020 kam zudem die Diagnose Atypischer Autismus.

Emil ist ein freundliches und liebevolles Kind und geht seit 2019 in den Schulkindergarten der Lebenshilfe Ottersweier. Durch die Kombination aus Schulkindergarten, Ergotherapie und Logotherapie macht er inzwischen tolle Fortschritte. Emil spricht inzwischen, kann bereits Fahrrad fahren und bastelt sehr gerne.

Um Emil auch im Alltag weiter unterstützen zu können, hat sich die Familie einen Autismus-Assistenzhund geholt. Emma ist ein Goldendoodle und hat einen ruhigen sowie lieben Charakter. Das Problem: leider werden nicht alle Assistenzhunde in Deutschland als Hilfsmittel anerkannt. Somit müsste die Familie die hohen Kosten für die spezielle Ausbildung von Emma selbst tragen. Dabei könnte sie die ganze Familie und vor allem Emil im Alltag unterstützen. Mama Caroline kann zum Beispiel nur selten mit beiden Kindern aus dem Haus, da Emil die volle Aufmerksamkeit benötigt. Ein Assistenzhund könnte so den ein oder anderen besonderen Ausflug wieder möglich machen.
 

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