Kinder unterm Regenbogen

Ein „Innowalk“ für Kian aus Mönchweiler

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Kian (9) lebt mit dem West-Syndrom und ist auf Hilfe angewiesen

Mit der Geburt fingen bei Kian sofort Krampfanfälle an. Die ersten beiden Jahre verbrachte die Familie zwischen Hoffen und Bangen – um ihren Sohn und seine Gesundheit. Nach einem halben Jahr war dann klar: Kian leidet am West-Syndrom und seine Prognose sah ziemlich schlecht aus.

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Neun Jahre später kann er immer noch nicht sitzen, laufen, krabbeln, selbst essen oder reden. Kian benötigt jederzeit in allen Bereichen seines Lebens Unterstützung. Trotz seiner Behinderung ist Kian oft ein zufriedenes Kind. Er liebt seinen elfjährigen Bruder und beobachtet ihn gerne. Kian ist ein kleiner Kuschler und hat seine Liebsten gerne um sich herum. Zudem ist der Neunjährige großer Fan von selbst gekochtem Essen. Das Ritual der Familie: am Ende des Tages kommen all an den Esstisch zusammen, um das gemeinsame Abendessen zu genießen.

Seit zwei Jahren verspürt Kian einen ausgeprägten Drang zur Bewegung. Deshalb haben Mama Nicole und Papa Norman ein Trampolin besorgt, auf dem er selbstständig mit Hilfe von Gurten hüpfen kann. Um Kian weiter fördern zu können, hat die Familie den „Innowalk“ getestet, ein Steh- und Bewegungstrainer. Das mit großem Erfolg. Kian fühlte sich in dem Gerät wohl und das obwohl er große Probleme im Umgang mit ungewohnten Situationen hat.

Deshalb entschied sich die Familie, den „Innowalk“ bei der Krankenkasse zu beantragen. Diese lehnte den Wunsch jedoch ab. Ein Rechtsstreit könnte bis zu drei Jahre dauern. Die Aussicht auf Erfolg ist zudem ungewiss. Dabei könnte der Bewegungstrainer helfen, Schäden an Kians Hüfte aufzuhalten oder diese sogar wieder zu stabilisieren. Sollte Kian weitere drei Jahre warten, müsste er mit großer Wahrscheinlichkeit an der Hüfte operiert werden.
 

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