Kinder unterm Regenbogen

Bammental: Die sechsjährige Lea sitzt im Rollstuhl

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Ein behindertengerechter Hauseingang muss her

Als Frühchen kam die inzwischen sechsjährige Lea zur Welt und erlitt dabei eine Sauerstoffunterversorgung. Durch die Hirnschädigung hat sie eine Cerebralparese mit starker Tetraspastik. Die Familie braucht dringend einen rollstuhlgerechten Hauseingang.

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Lea ist ein aufgewecktes Kind. Sie zappelt, lacht und plappert ständig dazwischen. Doch die Sechsjährige hat schon einiges durchgemacht in ihrem Leben. Als Frühchen kam Lea in der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt und erlitt durch eine Sauerstoffunterversorgung eine Hirnschädigung. Betroffen ist vor allem das Steuersystem im Gehirn. Lea hat eine Cerebralparese mit starker Tetraspastik. Außerdem leidet sie am Turner-Syndrom. Die Mädchen sind in der Regel kleinwüchsig und die Pubertät fällt aus.
 
Entwicklung

Lea kann mit ihren sechs Jahren noch nicht laufen, sitzen oder krabbeln. Auch nach Dingen zu greifen, fällt Lea schwer. Sie kann ihre Beine nicht zielgerecht bewegen und ist die ganze Zeit unter Dauerspannung. Aber sie wird von ihren Eltern gefördert, wo es geht. Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie sind feste Termine in Leas Kalender.  Mit einem Dreirad und Gehtrainer übt Lea zu Hause. Die Familie ist auch zu dritt viel unterwegs. Dann nehmen sie Mama und Papa an beiden Händen. Sowieso geht Lea gerne raus. Wenn es ins Dorf oder zu den Großeltern geht, blüht sie richtig auf. Da sie sich schwer selbst beschäftigen kann, findet die Sechsjährige hier den Ausgleich, erklärt Mama Anja. Im Moment geht Lea in den Kindergarten und hat laut ihren Eltern viel Spaß dabei. Außerdem ist sie gerne beim Kochen dabei und am liebsten isst sie Eis.

Wenn man sie hier so sieht, ich wollte es gar nicht mehr anders haben,

sagt Papa Andreas und schaut seine Tochter dabei ganz stolz an.
 
Barrierefreier Hauseingang

Bis vor einigen Monaten hat die Bammentaler Familie noch in Mauer gelebt. Im zweiten Stock ohne Aufzug. Irgendwann war der Punkt erreicht, als es für Mama Anja kaum noch möglich war, die Kleine und die ganzen Gerätschaften mehrmals täglich die Treppen rauf und runter zu tragen. In Bammental hat die Familie dann ein einstöckiges Haus gefunden und dieses umgebaut. Die Türen wurden breiter gemacht, die Dusche und der Garteneingang barrierefrei gestaltet, das ganze Haus renoviert und noch ein Therapieraum für Lea im Keller eingerichtet. Nun sind die finanziellen Mittel erschöpft. Aber der Hauseingang ist noch nicht barrierefrei. Eine Treppe führt zur Haustüre. Im Moment trägt Anja ihre Tochter meist die Stufen hoch, oder bringt sie umständlich über den Garteneingang ins Haus. Deshalb soll hier nun ein Weg mit einer Rampe gebaut werden, erklärt Mama Anja:

Es wäre ein Traum, wenn das klappen würde. Dann wäre für Lea hier alles perfekt. Dann wäre es so wie wir uns das vorgestellt haben und für uns alles viel einfacher.

 

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