Kinder unterm Regenbogen

Otterstadt: Daniel lebt seit Jahren sehr isoliert

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Ein Therapiehund bessert seinen Gemütszustand

Daniel aus Otterstadt ist schwer mehrfachbehindert. In den letzten Jahren hat er zudem sehr isoliert gelebt. Eine Hundetherapie hilft seinem Gemütszustand. Deshalb sollte die Therapie unbedingt fortgeführt werden.

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Als extremes Frühchen ist Daniel in der 24. Schwangerschaftswoche als Zwilling zur Welt gekommen. Sein Bruder ist an seinem zweiten Lebenstag gestorben. Daniel lag mit Langzeitbeatmung vier Monate lang auf der Intensivstation und überlebte. Allerdings mit einer Schädigung des Gehirns. Der inzwischen 19-Jährige ist schwer mehrfachbehindert. Er hat eine Störung des Haltungs- und Bewegungsapparates und eine Tetraspastik. Er kann zum Beispiel nicht selbstständig sitzen oder nach Dingen greifen.

Entwicklung

Damit sich Daniel so gut wie möglich entwickelt, hat die Familie von Anfang an viel mit ihm gemacht: ständige Übungen für die Motorik und die kognitiven Fähigkeiten. Die Familie war mit ihm auf dem Spielplatz, beim Schwimmen, im Restaurant, bei Konzerten, beim Fußball oder sogar auf Reisen, erzählt Mama Uta:

Wir haben uns immer bemüht, dass er in das Leben der Familie integriert werden kann.

Und so war seine Entwicklung auch sehr lange positiv. Er hat es geliebt bei allem mit dabei zu sein und mochte es besonders laut und wild.
 
Rückschlag

Vor vier Jahren gab es dann einen herben Rückschlag. Daniel hatte einen Darmverschluss, musste notoperiert und künstlich ins Koma gelegt werden. Im Anschluss hatte er laut Mama Uta eine Posttraumatische Belastungsstörung. Die Spastik hat sich so verschlechtert, dass er nicht mehr im Rollstuhl sitzen und nur noch liegen konnte. Er konnte nicht mehr in die Schule und mit der Familie kaum noch Dinge unternehmen. Dazu kamen noch die coronabedingten Einschränkungen. Daniel hat in den letzten Jahren sehr isoliert gelebt.  

Therapiehund

Als Daniel dann eine Hundetherapie ausprobiert hat, hat das Wunder bewirkt. Die Therapie bessert seinen Gemütszustand deutlich, so Mama Uta:

Daniel geht unglaublich darin auf. Der Hund gibt Daniel Ruhe und geht auf ihn ein. Mit ihm kann er kuscheln, kann fühlen und die Körperwärme des Hundes wirkt sich positiv auf die Spastik aus. Nach den schwierigen Jahren gibt der Hund Daniel neue Kraft.

Der Hund ist wie ein Freund, den Daniel so gerne hätte, sagt Mama Uta. Deshalb ist es so wichtig, dass die Hundetherapie weitergeführt werden kann.  
 

 
 

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