Kinder unterm Regenbogen

Die Eltern können Frieda kaum noch in den ersten Stock tragen

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Ein Außenlift muss her

Die sechsjährige Frieda aus Neustadt erlitt im Mutterleib eine Sepsis und infolgedessen einen schweren Hirnschaden. Frieda ist zu 100% schwerbehindert. Weil sie immer schwerer wird, können ihre Eltern sie nicht mehr in den ersten Stock des Hauses tragen. Deshalb brauchen sie dringend einen Lift.

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Die Schwangerschaft verlief zuerst recht ruhig. Mama Jutta war allerdings aufgrund ihres Alters Risikopatientin. In der 34. Schwangerschaftswoche hatte sie dann einen Fruchtblasensprung und musste ins Krankenhaus. Dort fing sich Tochter Frieda im Mutterleib eine Infektion ein. Der Erreger ist durch die Bluthirnschranke ins Gehirn und hat dort einen Totalschaden angerichtet.

Entwicklung

Die Eltern haben gehofft, dass es irgendwie noch wird. Dass sie sich doch mal dreht, das tut, was andere Babys machen und sich entwickelt. Aber die nächsten Entwicklungsschritte kamen nicht. Sie hat es nie geschafft ihren Kopf alleine zu halten. Dadurch konnte sie auch nie alleine sitzen, die Arme bewegen, sich drehen oder laufen. Frieda wird über eine Magensonde ernährt. Das klappt allerdings im Moment nicht, da die Magensonde leckt und Frieda sie sich immer wieder rausreist.

Alltag

Der Alltag der Familie ist von Medikamenten, Arztterminen und der Ausstattung für Frieda, die ständig angepasst werden muss, geprägt. Frieda hat verschiedene Betten, einen Sauerstoffkonzentrator, ein Korsett, angepasste Autositze, um wirklich nur ein paar zu nennen. Ständig müssen die Eltern bei ihr sein, ständig haben sie Angst, dass sie zum Beispiel einen epileptischen Anfall bekommt oder ihren Kopf so legt, dass sie erstickt. Um abends mal auszugehen, brauchen sie eine spezielle Krankenschwester, erklärt Papa Daniel: 

Der Alltag mit der Frieda ist hart aber gleichzeitig so ein Geschenk. Sie öffnet uns für so viele Dinge die Augen.

Spenden

Von den Spenden wollen die Eltern einen Fahrstuhl außen ans Haus bauen. Denn Frieda wird immer schwerer und sie bekommen sie kaum noch hoch in den ersten Stock, wo die Schlafzimmer und das Bad sind. In dem Aufzug kann Frieda dann in ihrem Rollstuhl mitgenommen werden und es kann immer jemand bei ihr sein, falls sie einen Anfall bekommt.
 

 

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