Kinder unterm Regenbogen

Birkenheide: Zwei Söhne mit Autismus

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Familie wünscht sich ein Tandemfahrrad

Familie Diemer aus Birkenheide in der Pfalz hat es gleich doppelt schwer: Zwei ihrer vier Kinder leiden an frühkindlichem Autismus. Sie sind entwicklungsverzögert und haben motorische Schwierigkeiten. Fahrradfahren können sie nicht. Deshalb wünscht sich die Familie ein Tandemfahrrad mit Elektroantrieb für ihre Söhne.

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Familie Diemer hat vier Kinder. Vor etwa einem Jahr kam dann die Schock-Diagnose: Zwei ihrer Kinder, der älteste Sohn Leon (10 Jahre) und der jüngste Sohn Julian (5 Jahre), leiden an frühkindlichem Autismus. Beide sind sehr entwicklungsverzögert. 
 
Diagnose
 
Die Diagnose bekamen die Jungs Ende Oktober 2020. Beide haben die gleiche Genmutation. Das bedeutet, dass sie zu Anfällen und Epilepsie neigen, frühkindlichen Autismus haben, entwicklungsverzögert sind und viel Hilfe im Alltag brauchen. Sie wollen lieber für sich spielen und haben andere Interessen als andere Kinder. Dazu kommen motorische Einschränkungen wie Gang- und Gleichgewichtsstörungen. An die Diagnose mussten sich die Eltern erstmal gewöhnen, so Papa Kevin:

Am Anfang war es ein Schock. Mit der Zeit lernt man aber damit umzugehen.

Julian
 
Gerade bei Julian haben die Eltern schon früh auffälliges Verhalten bemerkt. Bis heute kann er kaum sprechen und lernt es jetzt erst nach und nach mit einem „Talker“. Er kommuniziert über Körpersprache. Zudem hat er häufiger Anfälle. Die bekommt er, wenn ihm alles zu viel ist, oder er zum Beispiel nach einer langen Autofahrt geweckt wird. Die Eltern nennen es „Overload“ Anfälle.
 
Leon
 
Auch der ältere Sohn Leon hat einige Auffälligkeiten. Er ist sehr hörempfindlich. Auch die Geräusche von anderen Kindern, die spielen, stören ihn häufig. Für die Förderschule hat er deshalb extra Kopfhörer. Leon kann mit seinen zehn Jahren nicht lesen und rechnet im Zahlenraum 6 plus/minus.

Spende
 
Beide Kinder können nicht Fahrrad fahren. Leon äußert oft den Wunsch Fahrrad fahren zu wollen. Er bekommt es aber nicht hin. Das treten ist ein großes Problem, erklärt Mama Stefanie. Aber er hat auch Schwierigkeiten damit, sein Gleichgewicht zu halten. Julian hat zum vierten Geburtstag ein Fahrrad mit Stützrädern bekommen. Die Eltern haben alles versucht, aber es klappt nicht, bedauert Stefanie:

Es ist sehr enttäuschend, wenn man sieht, die Kinder wollen Fahrrad fahren, aber können es nicht.

 
Mit einem Tandemfahrrad könnten sie mal zur Oma fahren oder als Familie gemeinsame Fahrradtouren machen. Mama Stefanie wünscht sich, dass Julian und Leon nicht mehr daheimbleiben müssen, wenn die anderen Kinder Fahrrad fahren. Bei einem Tandemfahrrad sitzt der Beifahrer nebendran und kann sich entscheiden ob er mittreten möchte oder nicht.
 

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