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Querbeet

Tipps und Tricks für einen gesunden Garten

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Wie du Pflanzenkrankheiten effektiv vermeiden kannst

Ein schöner, gesunder Garten – das ist der Traum eines jeden Gärtners. Deshalb hegt und pflegt man Blumen, Obst und Co., doch manchmal wollen die einfach nicht so wachsen und aussehen, wie man es gerne hätte. Grund dafür können Pflanzenkrankheiten sein. Tipps, diese zu vermeiden, bekommst du in diesem Beitrag.

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Es muss nicht immer eine Krankheit dahinterstecken

An deinen Pflanzen sind braune Flecken aufgetaucht? Keine Panik! Es muss sich bei diesen nicht gleich um eine Krankheit handeln, sondern es können auch harmlose Gründe dahinterstecken. 
Frage dich, ob die betroffene Pflanze in letzter Zeit veränderten Umwelteinflüssen – wie Wetterveränderungen, Temperaturschwankungen oder einem Standortwechsel ausgesetzt war. 
Auch übermäßiges Gießen oder konkurrierende Pflanzen im selben Beet können krankheitsähnliche Symptome an Pflanzen auslösen.

Die vier häufigsten Pflanzenkrankheiten

Öfter kommen die braunen Flecken an den grünen Gartenbewohnern aber leider doch von Krankheiten. Hier ist jetzt Handeln angesagt, um Obst, Gemüse und Co zu retten. 

Angriff auf Tomaten und Kartoffeln

Braunschwarze Flecken lassen sich oft an Blättern und Früchten von Tomaten und Kartoffeln finden. Dabei handelt es sich um die sogenannte Braunfäule. Durch Bewässerung breitet sich der Pilz auf den Pflanzen weiter aus und kann sogar im Boden überwintern. So lässt sich das Problem lösen:

  • Bei Feststellung der Krankheit: Die Pflanzen unter einem Foliendach vor Regen schützen und befallene Pflanzenteile schnellstens entfernen und entsorgen.
  • Folie regelmäßig lüften, um einen Feuchtigkeits – und Wärmestau zu vermeiden.
  • Gezieltes Gießen in den Wurzelbereich hilft den Boden weitgehend trocken halten, denn der Pilz verbreitet sich über den Boden.
  • Zur Stärkung hilft Schachtelhalm- und Brennnessel-Jauche und bei akutem Befall auch Kupfermittel.

Milch gegen Mehltau

Ein weiterer Übeltäter im Garten ist der echte Mehltau. Zu erkennen ist er an seinem weißen, abwischbaren Film, der sich auf den Blattoberseiten von Rosen, Gurken oder auch Apfelbäumen absetzt und diese vertrocknen lässt. Bevor man die Blätter gleich entfernt, lässt sich bei leichtem Befall oder auch als Vorbeugung  ganz einfach selbst ein Präparat anrühren:
Man vermischt hierzu Roh- oder Vollmilch mit Wasser in einem Verhältnis von 1:8. Dieses wird in eine Sprühflasche gefüllt und mehrmals die Woche aufgesprüht.

Schönheit der Rosen schützen

Manch einer kennt sie bestimmt: die hässlichen, schwarzen Flecken auf Rosen. Dabei handelt es sich um den Sternrußtau. Sehr unschön, denn dieser breitet sich erst über das Rosenblatt aus, bis es 
schließlich komplett abstirbt. Bei seiner Bekämpfung ist Folgendes zu beachten:

  • Befallene Blätter und Pflanzenteile müssen über den Restmüll entsorgt werden. Im Kompost können die Sporen nicht zersetzt werden.
  • Um eine Ausbreitung zu verhindern, müssen Blätter trocken gehalten werden (Achtung vor Spritzwasser beim Gießen!).
  • Eine stark stickstoffhaltige Düngung sollte vermieden werden. 
  • Zur Stärkung der Zellwände: Die Pflanze einmal pro Woche mit Schachtelhalmtee spritzen.

Rettung für Äpfel und Birnen

Dicke Wucherungen  - ausgelöst durch den Obstbaumkrebs – sind eine typische Erkrankung von Äpfel- und Birnenbäumen. Wichtig: Der Pilz muss behandelt werden, denn im schlimmsten Fall kann er zu Fruchtfäule führen. Möglich ist das so:
1. Diese Schadstellen mit einem scharfes Garten- oder Küchenmesser (mindestens einen Zentimeter in das gesunde Holz) herausschneiden.
2. Die Stelle bis auf die grüne Rinde sauber kratzen und mit Baumwachs bestreichen. 
3. Kleinere Äste, die unter Obstbaumkrebs leiden, bis zum gesunde Holz abschneiden
4. Herausgeschnittene Pflanzenteile im Restmüll entsorgen. 

Hygiene ist das A und O

Mindestens genauso wichtig wie die Bekämpfung der Pflanzenkrankheiten ist die Beachtung von Hygiene. Sonst ist die ganze Arbeit umsonst und die Krankheiten breiten sich gleich wieder aus. Dafür solltest du unbedingt folgendes beachten:

  • Gartenwerkzeuge nach Berührung mit kranken Pflanzen desinfizieren.
  • Fallobst regelmäßig absammeln, da sonst über diese Keime verbreitet werden oder sie als Unterschlupf für Schädlinge dienen
  • Laub entfernen: Die sich darunter befindenden Pflanzen „ersticken“ sonst und es bilden sich Pilze 
  • Kranke Pflanzenreste niemals auf dem Komposthaufen entsorgen, denn dort würden sich die Krankheitserreger unkontrolliert vermehren und im ganzen Garten verteilen
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