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Querbeet

Winterquartiere für tierische Gartenbewohner

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So verwandelst du deinen Garten in einen perfekten Ort für die Winteruhe…

Die kalten Monate stehen vor der Tür – und damit beginnt auch für uns Menschen die Zeit in der wir aus ebendieser Tür nicht mehr so gerne hinausgehen wie im Sommer. Viel lieber bleiben wir im warmen Haus und kuscheln uns in eine Decke vor dem warmen Kamin ein. Genau diesen Wunsch nach Behaglichkeit und Wärme haben aber nicht nur wir, sondern auch die Tiere in unseren Gärten. Eichhörnchen, Igel und Co sind jetzt auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Wie du den tierischen Bewohnern deines Gartens helfen kannst über den Winter zu kommen, erfährst du in diesem Beitrag.

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Unterstützung für kleine Stachler

Momentan laufen sie gerne in der Dunkelheit raschelnd durch das Herbstlaub – die Rede ist von Igeln. Die kleinen stacheligen Kerlchen mit den niedlichen Knopfaugen fressen sich jetzt die letzten Reserven für ihren Winterschlaf an und machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Quartier.

Damit das gelingt, kannst du den Igelchen mit diesen Tipps ganz einfach etwas Gutes tun:

1. Leckeres für’s Winterpolster: Um genug Fettreserven aufzubauen, von denen sie im Winter zehren können, kannst du in deinem Garten  Reisig- oder Komposthaufen anlegen. Auch an liegengebliebenem Fallobst und ein paar Beeren können sich die stachligen Tiere satt fressen.

2. Unterschlupf-Möglichkeiten: In Gebüschen, Hecken, Unterholz, Trockenmauern, Stein – oder Laubhaufen finden die Stachler einen gemütlichen Ort zum Einigeln. Auch über einen selbstgebauten Unterschlupf aus Ziegeln freuen sie sich.

3. Zugang zum Garten: Wichtig sind kleine Schlupflöcher im Gartenzaun, sodass die Igel auch den Weg zu ihrem Winterquartier in deinem Garten finden kann.

4. WinterSCHLAF: Während ihrer Winterpause möchten die Igel nicht gestört werden. Menschen und auch Hunde sollten sich daher von den Unterschlüpfen fernhalten.

5. Gut hinschauen: Gerade Jung-Igel sind jetzt auch gerne noch tagsüber unterwegs, um sich weitere Fettreserven anzufressen. Ohne Grund sollten diese aber nicht einfach zugefüttert oder gar aufgenommen werden. Sind sie aber krank oder unterernährt wirken, brauchen sie natürlich Hilfe. 

Winterurlaub in Europa

Auch, wenn viele Vögel in der kalten Jahreszeit in den Süden aufbrechen, gibt es dennoch zahlreiche Arten, die den Winter in unseren Breitengraden verbringen.

Rotkehlchen beispielsweise nutzen als Winterquartier gerne Gebüsche oder Hecken. Die Blaumeise hingegen macht es sich lieber auf Bäumen bequem, während der Zaunkönig sich gerne im Unterholz versteckt. 

Falls du also viele Vögel in deinem Garten herumflitzen siehst, kannst du das beim Herbstrückschnitt deiner Gewächse berücksichtigen - und vielleicht etwas mehr übriglassen.

Da es immer weniger Grünplätze gibt, freuen sich die Federtiere über Nistkästen, die im Garten aufgehängt werden. Diese kannst du entweder im Zoo- oder Bauhandel kaufen oder einfach selbst bauen.

Mit etwas Glück werden die Kästen sogar nicht nur als Winterquartier genutzt, sondern du kannst den Vögeln vielleicht im kommenden Frühjahr auch beim Nisten und Aufziehen ihrer Jungen zuschauen.

Wer den Tieren zudem beim Anfressen ihres Winterspecks helfen möchte, kann eine kleine Futterstelle einrichten. Je nachdem welche Vogelarten in deinem Garten wohnen, kannst du die Futterstelle mit Körnern, Beeren, getrocknetem Obst, Meisenknödel oder auch Insektenlarven bestücken.

Nüsschen für Eichhörnchen

An diesem Buffet bedienen sich aber nicht unbedingt nur Vögel, sondern auch andere Gartenbewohner wie zum Beispiel Eichhörnchen. Ebenso wie die meisten Vogelarten halten sie keinen Winterschlaf, sondern lediglich Winterruhe. Diese verbringen sie in einem selbstgebauten Nest – dem sogenannten Kobel.

Um sich ihren Unterschlupf gemütlich einzurichten, nutzen die niedlichen Knopfaugen als Polster Blätter, Zweige und Moose. Hast du in deinem Garten zudem einen Nussbaum oder streust du selbst Bucheckern, Hasel- oder Walnüsse aus, dienen diese den Hörnchen als zusätzliche Nahrung zu ihren bereits versteckten Vorräten.

Auch eine Schale Wasser an einer ruhigen Stelle im Garten, ist eine gute Möglichkeit den Tieren zu helfen. Da die Böden in Städten immer mehr begradigt und asphaltiert wird, bilden sich weniger Pfützen und die Eichhörnchen haben es schwieriger eine Wasserquelle zu finden.

Ab ins Hotel

Doch nicht nur die größeren Gartenbewohner können wir mit Blick auf den Winter unterstützen. Auch die ganz kleinen – wie zum Beispiel die Wildbiene. Sie zieht sich in der kalten Jahreszeit gerne in Baumlöcher, morsches Gehölz oder hohle Stängel zurück.

Um ihr die Suche danach zu vereinfachen, kannst du zum Beispiel verblühte Stauden oder alte Äste liegenlassen.

Wenn du Lust hast etwas handwerklich aktiv zu werden, gibt es auch die Möglichkeit ein Insektenhotel selbst zu bauen. Vor allem Kindern macht das sehr viel Spaß.
Ein sehr einfaches Modell lässt sich aus einer leeren Konservendose anfertigen:

1. Säge hohle Bambusstangen so, dass sie etwas länger sind als die Dose
2. Sind die Baumbusstangen durchgehend offen, werden sie auf einer Seite mit z.B. Baumwolle oder Watte verschlossen.
3. Die Stangen werden eng aneinandergelegt in die Dose gesteckt, sodass keine mehr herausrutschen kann.
4. Das Insektenhotel kann entweder mit einem Faden aufgehängt oder an einem geeigneten Platz im Garten gelegt werden.

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