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Querbeet

So ziehst du deine Pflanzen vor

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Gemüse eignet sich am besten

Warum du Pflanzen erst mal vorziehen solltest und wie das je nach Pflanzenart am besten funktioniert, erfährst du hier.

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Warum überhaupt vorziehen?

  • Die meisten Gemüsesorten benötigen gleichmäßig Wärme und Wasser, das ist bei uns in der Gegend mit plötzlich einsetzendem Frost immer schwierig, dafür eignet sich das Vorziehen gut. Als Vorarbeit kann man schon einige Gemüsesorten ab Februar auf der Fensterbank vorziehen. Damit haben die Pflanzen später auch schon einen zeitlichen Vorsprung und du kannst dich früher über  ihre Ernte freuen. 
  • Außerdem sind die Pflanzen im Freien robuster und weniger anfällig, wenn sie vorgezogen und nicht schon als junges Pflänzchen gekauft wurden.
  • Zwar spart man sich beim Kauf von Jungpflanzen viel Arbeit,  dafür bist du aber in der Sortenwahl ziemlich eingeschränkt. Die Auswahl unter den verschiedenen Gemüsesamen hingegen ist riesig: neue und alte Sorten, andere Farben und Formen, gekaufte und selbst geerntete Samen –außerdem macht es einfach Spaß, den Keimlingen danach beim Wachsen zuzuschauen! 

Die meisten haben wahrscheinlich kein Zimmergewächshaus zuhause, deswegen ist das Vorziehen der Pflanzen auf der Fensterbank die einfachere – und realistischere Alternative. 

Diese Gemüsesorten eignen sich dafür besonders gut

  • Auf die Fensterbank passen vor allem Gemüsesorten, die viel Wärme benötigen, weil sie aus wärmeren Gegenden stammen (z.B. Tomaten oder Paprika) oder mediterranes Gemüse wie Auberginen, Peperoni, Chili oder Zucchini. 
  • Aber Vorsicht, es gibt Ausnahmen: Möhren, Radieschen, Erbsen und Bohnen, Rote Bete, Rettich und anderes Wurzelgemüse gedeihen besser, wenn sie direkt ins Freiland gepflanzt werden.

Wann sollte mit dem Vorziehen begonnen werden?

Das hängt von der jeweiligen Gemüsesorte ab:

  • Im Februar sollten zuerst die Pflanzen ausgesät werden, die eine lange Kulturzeit haben (Auberginen, Paprika, Chili und Peperoni).  Deswegen säst du die am besten schon Anfang des Monats in den Anzuchttöpfen aus.  Ab Mitte Februar kannst du dann auch damit beginnen, Salat, Sellerie, Lauch und Kohlrabi vorzuziehen. 
  • Anfang März sind dann die Tomaten und alle Kohlsorten dran,  bei Zucchini und Gurken solltest du allerdings noch bis Ende des Monats warten, da sie schneller wachsen als andere Sorten. 
  • Je nachdem wie schnell die Gemüsesorte wächst, kann sie dann etwas früher oder später ins Freie gesetzt werden. Generell sollte man aber warten, bis die plötzlich einsetzenden Frosttage vorbei sind (ab Mitte/Ende Mai). 

Wie geht das Vorziehen von Pflanzen überhaupt? 

Der Klassiker ist natürlich das Vorziehen in Töpfen. Die gibt es im Handel extra für die Anzucht oder aber du nimmst einen ganz normalen Tontopf, in dem Jungpflanzen verkauft werden. Ansonsten kannst du auch Eierkartons, unterteilte Pflanzenschalen oder aus Zeitungspapier gewickelte Töpfchen verwenden. 

Du benötigst:

  • Einen Behälter
  • Gute Aussaat- und Anzuchterde mit der richtigen Menge an Nährstoffen. Sind nämlich zu viele Nährstoffe enthalten, wird der Keimling nicht mehr zum Wurzelwachstum angeregt.
  • Gemüsesamen 
  • Einen hellen und warmen Ort (z.B. auf der Fensterbank) 

So geht’s: 

  • Anzuchtschale oder Blumentopf mit Erde füllen, Samen verteilen und ganz leicht andrücken
  • Erde mit Wasser besprühen und mit Frischhaltefolie oder Glasscheibe abdecken 

Wichtig: Anzuchttöpfe nur in einen Raum stellen, der schön warm ist (oder eben auf die Fensterbank). 

  • Erde immer feucht halten, damit die Samen schön keimen können. Deswegen die Erde zwischendurch immer wieder mit Wasser besprühen. 
  • Sobald die Pflanzen zwei Blattpaare entwickelt haben, müssen sie pikiert (vereinzelt) werden. Damit das besonders gut gelingt, am besten einen Pikierstab verwenden. Die Keimlinge kannst du dann einzeln in einen größeren Topf setzen und den Wurzelansatz vorsichtig in die Erde drücken. 
  • Ist das alles erledigt, musst du die jungen Pflanzen einfach nur noch gießen und zurück an einen warmen und hellen Ort stellen. Dort können sie dann so lange bleiben bis man sie ins Freie setzen kann. 

Tipp: Wenn du deine Samen in Quelltabletten aus Kokos einsetzt, dann ersparst du dir das Pikieren: 

  • Einfach Quelltabletten 5 Minuten mit lauwarmen Wasser übergießen, überschüssiges Wasser wegschütten und Samen wie sonst auch einsetzen. Wichtig: Pro Quelltablette nur einen Samen einsetzen. 
  • Sobald die Wurzeln durch das feine Netz hindurch gewachsen sind, können die Kokos-Pflanzballen zusammen mit dem Netz entweder in größere Töpfe oder bei entsprechender Witterung direkt draußen ausgepflanzt werden. Vorher solltest du die Pflanzen nochmal gut wässern.

Ganz wichtig: Das Substrat und das feinmaschiges Netz sind fester Bestandteil des Wurzelballens und dürfen nicht von den Wurzeln entfernt werden. Das Netz baut sich dann nach einiger Zeit biologisch ab.
Mit Blumen geht’s genauso einfach

Wer schon genügend Gemüse hat oder einfach was Schönes im Garten haben will, der kann auch ganz einfach seine Sommerblumen vorziehen. Der Vorteil: Die blühen schon im Mai, denn vorgezogene Blumen entwickeln im Garten in kürzester Zeit eine Blüte! 

Mit welchen Blumen geht das?

Mit wärmeliebenden Blumen wie Nelken und Bartnelken, Löwenmäulchen, Studentenblumen, Sonnenhut und Sommerastern 
Außerdem mit vielen einjährigen Sommerblumen 

Und so funktioniert das Vorziehen von Blumen

Bei Blumen gibt es nur wenige Unterschiede im Verfahren zum Gemüse: 

  • Achte auf den Unterschied zwischen Licht- und Dunkelkeimern
  • Lichtkeimer unterscheiden sich im Vorziehen nicht von einer Gemüsesorte
  • Die Samen der Dunkelkeimer musst du beim Einsetzen in den Topf mit einer Erdschicht bedecken, die doppelt so groß ist wie der Samen selbst
  • Ansonsten kannst du genauso verfahren wie auch bei den Gemüsesorten

Beispiele für Lichtkeimer:

  • Vergissmeinnicht
  • Glockenblumen
  • Nelken
  • Fleißiges Lieschen
  • Kornblumen
  • Margeriten
  • Kamille

Beispiele für Dunkelkeimer:

  • Tulpen (besser Blumenzwiebeln pflanzen als Samen säen)
  • Stiefmütterchen
  • Stockrosen
  • Christrosen

Das gleiche gilt auch für Kräuter

Auch hier kannst du wie beim Gemüse und den Blumen vorgehen:

  • Thymian, Melisse und Basilikum zählen hier zu den Lichtkeimern.
  • Petersilie, Koriander und Schnittlauch hingegen zu den Dunkelkeimern.
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