Querbeet

Mach Gartenvögeln eine Freude!

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Hilf den Tieren beim Nestbau - so einfach gehts!

Langsam werden die Tage wieder länger und mit den ersten Sonnenstrahlen fühlt es sich schon verdächtig nach Frühling an. Mit der immer aktiver werdenden Natur, beginnen auch die Vögel vielerorts das Gezwitscher, um ihre alljährliche Balz anzustimmen. Allerdings fehlt es den Vögeln immer mehr an Lebensraum, da die Landwirtschaft mit Überdüngung, Insektizid-Einsatz und riesigen Flächen an Monokulturen für schlechtere Lebensbedingungen der Vögel sorgen.

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Viele Vögel zieht es daher in die Städte mit großen Grünflächen und weg von den landwirtschaftlich geprägten ländlichen Gebieten. Der NABU Baden-Württemberg ruft daher dazu auf, die in Siedlungen lebenden Brutvögel bei der Wohnungssuche zu unterstützen.

Federn, Äste und Grashalme fürs Nest 
Einen schönen Ort zum Nestbauen bieten alte Obstbäume oder Hecken. Amsel, Grasmücke und Fink mögen einen Garten mit viel Natur. Denn sie platzieren ihre Nester gerne im Geäst von Bäumen, Büschen und Sträuchern, um dort geschützt und ungestört bauen zu können. Andere Vögel, wie beispielsweise die Meisen, sehnen sich nach einem Schlupfwinkel mit ausreichend Wasser und Futter, um sich zum Brüten niederzulassen.

Mit Grashalmen, Ästen, Federn oder Blättern polstern die Vögel ihre Nester aus. Die kannst du im Garten platzieren, um den Vögeln den Nestbau zu erleichtern. Besonders gut eignet sich auch Moos. Aber Achtung: Papier oder sogar Plastikfetzen sollten die Vögel nicht im Garten finden. Das kann schnell gefährlich werden, weil sich Vögel in den Materialien leicht verheddern oder sogar strangulieren können.

Das könnte dein Garten noch bieten: 
1. Hast du Holz im Garten? Dann staple das Holz zu einem Haufen. Das bietet den Vögeln Versteckmöglichkeiten.
2. Mut zur Wildnis: Ungespritzte und ungedüngte Rasenflächen, auf denen sich Wildkräuter entwickeln können, sind für viele Vogelarten interessant und werden somit mit tierischen Gästen belohnt.
3. Lass alte Bäume stehen- Sie sind ideale Plätze für Bruthöhlen.

Beeile dich mit dem Heckeschneiden 
Wer jetzt noch an der Hecke schnippeln möchte, sollte sich sputen. In der Zeit vom 1. März bis 30. September bedarf es einer schriftlichen Genehmigung zum Heckeschneiden. Dann beginnen die Vögel nämlich ihr Nest zu bauen und zu brüten. Damit die kleinen Piepmätze nicht durch eine Heckenschere gestört werden, sollten diese bis spätestens Ende Februar in Form gebracht werden.

Nistkästen richtig platzieren 
Um den Brutvögeln die Familienplanung zu erleichtern eignen sich auch super Nistkästen. Achte allerdings darauf, dass der Kasten in mindestens 1,5 Metern Höhe hängt. So haben Nesträuber, wie Katzen oder Marder keine Chance an das Nest zu gelangen. Magst du mehrere Nistkästen in deinen Garten hängen, dann wähle Plätze aus, die sich im Abstand von drei Metern befinden. Der Grund: Vögel verteidigen in der Brutzeit ihr festes Territorium. Durch den Abstand kannst du Konflikte zwischen verschiedenen Vogelarten vermeiden.
 
Tipps für den Umgang mit Nistkästen:
1. Fülle Nistkästen nicht mit Stroh oder Sägemehl: Die Vögel bauen sich ihr eigenes Nest und verwenden hierbei unterschiedliche Baumethoden und Materialien.
2. Hilf Jungvögeln bei den ersten Flugversuchen: Platziere dafür Nistkästen in der Nähe von Gebüschen.
3. Reinige die Nistkästen regelmäßig. Achtung: Verwende zum Reinigen keine Chemikalien oder scharfe Reinigungsmittel

Du möchtest keinen fertigen Nistkasten kaufen, sondern deinen eigenen individuell basteln?

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