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Querbeet

Permakultur im eigenen Garten – so funktionierts!

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Erschaffe einen Garten, der wenig Aufwand erfordert aber reichlich Erträge bringt

Achtsamkeit im Umgang mit der Erde Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist nicht nur für die Politik oder die Wirtschaft ein wichtiges Leitbild geworden. Auch du kannst mit einem rücksichtsvollen und weitsichtigen Umgang zum Umweltschutz beitragen. In der Permakultur werden nämlich alle vorhandenen Ressourcen genutzt und sogar neue geschaffen.

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Was ist ein Permakultur-Garten eigentlich?

Permakultur ist eine Landwirtschaftsmethode, die für ein geschlossenes Kreislaufsystem sorgt. Dabei ergänzen sich verschiedene Pflanzen und es entsteht eine sogenannte Mischkultur. Der finanzielle Profit steht dabei im Gegensatz zur industriellen Landwirtschaft nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es bei der Permakultur um eine langfristige und nachhaltige Planung. Die jährliche Neugestaltung fällt dadurch weg, denn sie erhält sich von selbst und braucht fast keine Pflege. Ein Permakultur-Garten kann über viele Jahre hinweg funktionieren. Er kann Geld, Arbeit und Zeit ersparen und gleichzeitig eine Menge an Gemüse und Obst liefern. 

Den Garten unter die Lupe nehmen

Ganz am Anfang des Permakultur-Gartens steht die Planung! Dafür ist es wichtig den Garten erst einmal gründlich zu untersuchen. Stelle dir folgende 5 Fragen:

  • Welche Stellen im Garten haben Schatten? Wo herrscht Halbschatten? Wo viel Sonne?
  • Welche Pflanzen kommen natürlich im Garten vor? Beachte Wildkräuter und Unkraut
  • Gibt es im Garten Bereiche mit viel Wind?
  • Wie nahrhaft ist der Boden? Hier am besten eine Bodenprobe machen!
  • Gibt es im Garten Neigungen, die man zur Bewässerung nutzen könnte?

Hast du deinen Garten gründlich untersucht, solltest du mit der eigentlichen Planung beginnen. Dafür sind folgende Bereiche wichtig:

  • Die Artenvielfalt: Welches Obst und Gemüse möchte ich anbauen? Wie viel brauche ich davon? Möchte man sich komplett aus dem Garten ernähren, sollte vorher eine Analyse gemacht werden, wie viel man isst.
  • Die Struktur: Wie viel Platz habe ich im Garten? Wo können Bette hin und wie breit können diese sein?

Tipps für die Gestaltung

  • Obstbäume, wie zum Beispiel Apfelbäume oder Birnenbäume spenden Schatten, tragen Früchte und herunterfallende Blätter eignen sich als Mulch.
  • Nutze jede Fläche des Gartens, auch Randzonen!
  • Lege einen Komposthaufen an und verwende dafür die Ressourcen deines Gartens (große Steine, Äste, Bretter, alte Autoreifen oder alte Zäune). Der Komposthaufen sollte möglichst windstill und im Halbschatten sein.
  • Achte auf eine gemischte Bepflanzung: Knoblauch eignet sich zum Beispiel gut neben Rosen, da dieser Blattläuse fernhält. Zier- und Gemüsepflanzen sollten nicht nebeneinander, da sie sich an Nährstoffen, Licht und Wasser berauben. Blumen sollten an die Außenseite eines Beets und in den Scheitelpunkt gepflanzt werden.
  • Stark duftende Pflanzen halten Schädlinge fern: Gurken, Salat, Karotten und Kohlgewächse sollten zum Beispiel mit Zwiebeln oder Dill gepflanzt werden.
  • Kohlarten und Himbeeren vertragen sich gut mit Bohnen, denn die Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff an.  
  • Für ein Hochbeet eignen sich zum Beispiel Gurken, Karotten, Kürbis oder Lauch. Außerdem Obst, wie Erdbeeren, Melonen oder Rhabarber und Blumen wie Geranien, Sonnenblumen und Tulpen.
  • Pflanze Wildkräuter: zum Beispiel Löwenzahn, Brunnenkresse, Vogelmiere oder Brennnessel.
  • Bau eine Kräuterschnecke: Verwende eine Mulchschicht im Beet, diese hemmt den Wildwuchs in deinem Beet und gibt wertvolle Nährstoffe ab.
  • Bau dir einen Naturteich: Ein Teich mit mehreren Fischarten und Teichtiefen kann zu einem selbstregulierenden Biotop gestaltet werden.

Permakultur: Achte auf die 5 Zonen

Diese 5 Zonen helfen dir bei der Einteilung deines Gartens. Zone 1 ist die Zone mit dem meisten Aufwand, wähle deshalb einen Platz in der Nähe deines Wohnhauses.

Zone 1: Intensive Pflege (Kräutergarten)
Zone 2: Weniger intensive Pflege (Gewächshaus oder Gemüsegarten)
Zone 3: Gelegentliche Pflege (Obstbäume)
Zone 4: Minimale Pflege: Weideland - hier könnten Tiere grasen oder Bäume zur Holzversorgung stehen.
Zone 5: Naturzone: Wildnis und Ruheraum – Diese Zone sollte vom Gärtner nicht berührt werden.

Einen Permakultur-Garten zu gestalten geht also im Prinzip ganz einfach. Wichtig ist, dass du dir Gedanken darüber machst, was genau du in deinem Garten haben möchtest, wo du es anpflanzen möchtest und wie viel Ertrag du aus deinem Garten ernten möchtest. Wenn du langfristig denkst und ein paar unserer Tipps beachtest kannst du dir so einen pflegeleichten und nachhaltigen Garten gestalten! 
 

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