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Querbeet

Mit diesen Tipps zum eigenen Schrebergarten!

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Zur Sommerzeit im eigenen Garten entspannen

Nelken, Sonnenblume und daneben noch ein paar Tulpen. Der eigene Garten ist schon etwas Feines um dort den Sommer zu verbringen oder auch um Gewürze zum Kochen anzubauen. Wir zeigen dir, wie du ganz einfach an deinen eigenen Schrebergarten kommst.

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Pachten oder kaufen
Bevor in den Garten die ersten Stühle gestellt werden, kommt die erste und wichtigste Frage: pachten wir uns den Garten oder kaufen wir ihn? Beim pachten bekommt man einen Garten in einem gemeinschaftlich organisierten Kleingärtnerverein, in dem man Mitglied werden muss. Beim kauf wird eine einmalige Gebühr verlangt.

Wie bekomme ich einen Schrebergarten?
Der einfachste Weg ist der Kontakt mit einem gemeinschaftlich organisierten Kleingärtnerverein in der Nähe. Der Verein verwaltet die Grundstücke und teilt die Gärten zu. Doch lange Wartezeiten gehören hier dazu. In Ballungsgebieten kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis man im Genuss vom eigenen Garten ist. Doch wer sich ausreichen informiert kann mit etwas Glück recht schnell an seinen eigenen Schrebergarten kommen.

Die Kosten
Grundsätzlich werden die Gärten nach Quadratmeter berechnet.

Pachten
Dieser Preis ist in jedem Bundesland und in jedem Kleingärtnerverein unterschiedlich. 
Neben den monatlichen Kosten für das Grundstück, kommen am Anfang noch die Übernahmekosten dazu, welche an jeden Standort anders sind. Wo in Berlin durchschnittlich 11.500 Euro gezahlt werden, legt man in Halle gerade einmal 870 Euro auf den Tisch. 
Am besten: Vor dem Kauf beim zuständigen Verein die einmaligen und die laufenden Kosten erfragen

Sobald die Übernahmekosten bezahlt wurden, kommen noch die Pachtkosten hinzu. Der Quadratmeterpreis richtet sich jeweils nach dem zuständigen Gartenbauverein. Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter Garten 0,15 Euro pro Jahr. Bei einem 400 Quadratmeter großen Garten werden im Jahr 60 Euro Gartenpacht fällig. Dazu kommt noch der Vereinsbeitrag sowie die Abrechnungen für Wasser und ggf. Strom. Im Großen und Ganzen kommt man hier pro Jahr auf etwa 200 Euro (natürlich ohne die Samen, Dünger… für die Anbauten). Würde man dies auf 12 Monate aufteilen käme man auf etwa 16,18 Euro, die man im Monat ausgeben muss, um einen Garten unterhalten zu können.

Kaufen
Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, den Garten zu kaufen und damit nur eine einmalige Zahlung auf den Tisch zu legen. Hier sollte man sich wirklich sicher sein, ob das Grundstück auch zukünftig zu einem passt. In welchem Zustand ist das Gelände? Ist der Garten mit viel Arbeit verbunden? Wie sind die Nachbarn? Diese Fragen sollten vor dem Kauf geklärt und die Kosten kalkuliert werden.
Ein Quadratmeter Garten kosten beispielsweise in Bayern durchschnittlich 41,26 Euro, in Sachsen-Anhalt sind es grade einmal 4,17 Euro.
Wir in Baden und der Pfalz liegen ziemlich in der Mitte. In Baden-Württemberg legen wir pro Quadratmeter 21,24 Euro auf den Tisch, in Rheinland Pflanz sind es mit 28,25 Euro etwas mehr.
Auch kommt es darauf an, ob der Schrebergarten in einem Ballungsgebiet liegt (z.B in der Nähe einer großen Stadt), oder eher im ländlicheren Bereich. Im Großen und Ganzen sind die ländlichen Gärten Günstiger als die in der Stadt. Eine genaue Statistik gibt es hierzu aber nicht.

Warum einen Schrebergarten?
Gerade in größeren Städten sehnen sich viele Menschen, die in großen Mehrfamilienhäusern wohnen, nach ihrem eignen grünen Garten. Zwar bietet der Balkon ein Stück Freiheit, auf diesem wir auch tolle Gewürze und Pflanzen setzen können, ein Garten ist allerdings in vielen Hinsichten besser. Wir können unseren Kindern die Natur nahebringen, viele kreative Ideen ausleben und uns aus dem Großstadtleben zurückziehen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Doch wer erfolgreich einen Garten besitzen möchte, sollte sich auch mit der verbundenen Arbeit auseinandersetzen. Viele Regeln werden vom Kleingärtnerverein vorgeben, um es allen Gartenbesitzer gerecht zu machen. Dazu gehören z.B Regeln, wie hoch die Hecke zum Nachbarn sein darf, welche Wege frei von Bäumen und Sträucher bleiben sollen und wie die Ruhezeiten geregelt sind.
Auch bei der Bepflanzung gibt es klare Richtlinien. Nicht gepflanzt werden dürfen Nadelbäume wie Tannen, Kiefer oder Zypressen, Laubbäume wie Eichen, Birken oder Buchen sowie keine Deck- und Blütensträucher wie giftiger Goldregen, Zierkirsche oder Hartriegel.
Genauere Infos zu den Richtlinien gibt es in der Satzung des jeweiligen Vereins.

Tipps für Schrebergärtner
Hier sind wir auch schon bei der nächsten Regel: Egal wie toll der Garten aussieht, wohnen darf man in einem Kleingarten dauerhaft nicht. Daher empfiehlt es sich, nach günstigen Überwachungsmöglichkeiten Ausschau zu halten – sein kleines Reich lässt man ja ungerne unbeaufsichtigt. Wenn Strom und Internet vorhanden ist, kann eine ganz normale Überwachungskamera gekauft und angeschlossen werden. Bei dieser Methode kann man jederzeit einen Blick per Handy in seinen Garten werfen und sich bei einer Bewegung alarmieren lassen.

Schwieriger wird es, wenn kein Internet oder sogar kein Strom vorhanden ist. Hier empfehlen sich Überwachungskameras mit einer „lokalen Aufnahme“. Die Bilder/Videodateien werden somit nicht direkt auf das Handy geschickt, sondern bleiben lokal auf der Kamera im Garten. Im Falle eines Einbruchs muss also erst die Speicherkarte der Kamera in einen PC gesteckt werden, damit man an das aufgenommene Material kommt. Sollte auch kein Strom vorhanden sind, gibt es auf dem Markt Überwachungskameras mit Solarzellen.

Abgesehen von der Überwachung, gibt es noch andere nützliche Dinge die automatisiert werden können. Beispielsweise eine automatische Beregnung. Denn an hektischen Tagen gibt es vielleicht auch Momente, da hat man keine Lust mehr in den Garten zu fahren oder hat es einfach vergessen. Mit einer automatischen Bewässerungsanlage wird der Rasen vollautomatisch bewässert. Die Kosten betragen dafür, je nach Größe, zwischen 500 und 950 Euro.

Die aktuellen Regeln beachten
So schön der Garten nun auch aussieht… Leider müssen wir aber aktuell einiges an Beschränkungen einhalten. Eine Einweihungsparty mit 5 Familien + Kinder ist aktuell keine gute Idee. Vielleicht nutzen wir die aktuelle Zeit um den Garten schön zu machen, neue Blumen zu sähen, um dann nach der Krise eine ordentliche Party feiern zu können.

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