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Querbeet

Grüne Wände: Das musst du bei vertikalen Gärten beachten

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Bei größeren Projekten sollte man sich fachmännischen Rat einholen.

Man sieht sie immer häufiger: vertikale Gärten. Die spektakulären grünen Wände gibt es für den Innen- wie auch für den Außenbereich. Wer so einen Garten in den eigenen vier Wänden bauen möchte, muss einiges beachten.

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Der Botaniker Patrick Blanc wurde im Jahr 1988 mit seinen vertikalen Gärten auf der französischen Gartenschau in Chaumont sur Loire bekannt. Schnell folgten weitere Aufträge. So begrünte er auch Gebäude wie das Centre Commercial Quatre Temps oder auch das Musée du quai Branly. Bis heute hat Blanc zahlreiche Gebäude weltweit begrünt. Vor allem in Großstädten werden solche vertikalen Gärten immer häufiger. Die Pflanzen binden Feinstaub und klimaschädliche Kohlendioxide. Auch im Innenbereich haben vertikale Gärten mehrere Vorteile. Zum einen beruhigt die grüne Farbe und zum anderen regulieren die Pflanzen das Raumklima.

Was brauche ich, um eine eigene grüne Wand zu pflanzen?

Voraussetzung ist ein System, das Pflanzen an der Wand Halt gibt. Bei eher kleineren Projekten kann das System aus gestapelten Töpfen und Drahtkörben bestehen, die mit Substrat und Vliesmatten gefüllt sind. Es gibt allerdings auch vorgefertigte Systeme mit Buchten für die Pflanzen.
Da die Wände bei größerer Installation viel Gewicht tragen müssen, sollte man sich fachmännischen Rat einholen. Je nach System sollte man darauf achten, dass bei großen Wänden keine Steinwolle zur Fixierung der Pflanzen verwendet wurde. Da etwa 80 Prozent des Wassers über Steinwolle verdunstet, kann sich Schimmel bilden. Bei großen Wänden im Innenbereich sollte man also ein Substrat mit einer mineralisch-organischen Struktur wählen, da die Verdunstung geringer ist.

Welche Pflanzen kann ich pflanzen?

Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man einige Aspekte beachten. Je nachdem wie die Lichtverhältnisse, Temperatur und der Standort der Wand sind, müssen Pflanzen mit den jeweiligen Bedürfnissen gewählt werden. Zum Glück gibt es viele Pflanzen, die eine Vorliebe für helle bis halbschattige Plätze haben. Hier eignen sich am besten Dreimasterblume (Tradescantia), Pfeilwurz (Maranta), Rutenkaktus (Rhipsalis) und die Blumenmarante (Stromanthe). Wer wildes und wuscheliges Grün mag, kann robuste Farne mit großem Blattwerk wählen. Auch Sukkulenten eigenen sich, da sie wenig Wasser benötigen und sehr pflegeleicht sind. In feuchten Räumen wie in der Küche oder im Badezimmer sollte man Moos wählen.

Wie gieße ich die Wände?

Bei vielen Profi-Systemen aus dem Baumarkt erfolgt die Bewässerung der Pflanzen über eingebaute Wassergraben. An den Rahmen der Installationen befindet sich meistens ein kleines Loch, in das Wasser gegossen werden kann.
Außerdem müssen manche Pflanzen in der Wachstumsphase zugeschnitten werden. Bei einer größeren Fläche kommt man nicht um eine professionelle Pflege herum.
 

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