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"Zu Risiken und Nebenwirkungen": Verstehst du Packungsbeilagen bei Medikamenten?

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Mit dem Projekt eTIC werden die Texte verständlich.

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage“ – das ist zu einem Running Gag geworden. Kann doch eh kein normaler Mensch verstehen, was da steht! Noch heftiger wird es bei medizinischen Studien. Damit Normalsterbliche verstehen, was sie da unterschreiben, fördert die Klaus Tschira Stiftung das Projekt eTIC. Dieses elektronisches Tool macht Schluss mit unverständlichen Einwilligungstexten. Campus Reporter Nils Birschmann hat es ausprobiert.

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Dr. Katharina Huster von der TU München und ihr Team haben zusammen ein elektonisches Tool entwickelt, das unverständliche Einwiligungtexte vereinfacht. eTIC wird es genannt. "Ärztinnen und Ärzte machen einen tollen Job und wissen was sie tun. Sie lernen jedoch nicht wie man sich ausdrückt", so Huster. 

Mit eTIC werden Standardangaben zu Datenschutz und Patientenrechten Schritt für Schritt abgefragt. Das System baut dann nach und nach verständliche Textbausteine ein. Die W-Fragen einer Studie müssen die Mediziner allerdings selbst eintragen. Aber auch da hilft eTIC durch konkrete Textfelder für jede Frage. Benutzt der Mediziner ein Fachbegriff, dann wird dieser direkt erklärt. 

Das Projekt wird von der Klaus Tschira Stiftung finanziert und steht kostenlos zur Verfügung. Studien sind unfassbar wichtig für uns Menschen. Deshalb muss der Mensch unbedingt verstanden haben, was in den Patiententexten steht. 

Mehr dazu bei eTIC München
 

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Campus Report: eTIC hilft bei Patiententexten
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