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Ottis Weltreise

Im Garten der vielen Ansichten

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Teezeromonie inmitten von Päonien- Chinesisches Flair im Mannheimer Luisenpark

Gondoletta, Fernmeldeturm, Freizeitwiese und Pflanzenschauhaus. Das sind üblicherweise die ersten Dinge, die man mit einem Besuch im Mannheimer Luisenpark verbindet. Dabei ist dort auch einer der größten chinesischen Gärten Baden- Württembergs beheimatet.

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Die vorletzte Station auf meiner Weltreise durch Baden und die Pfalz führt mich in den Garten der vielen Ansichten im Mannheimer Luisenpark, ein rund 5000 Quadratmeter nach den Grundsätzen des Feng Shui angelegter Garten in dessen Zentrum sich ein wahres Juwel befindet: Das größte original chinesische Teehaus in Europa. 

Dorthin habe ich es bei meinen bisherigen Besuchen im Luisenpark ehrlicherweise noch nie geschafft, deshalb freue ich mich, heute endlich auch einmal dieses kleine Stück China in der Metropolregion Rhein-Neckar erkunden zu können.

Los geht es am Parkeingang am Fernmeldeturm, von dort aus halte ich mich eigentlich immer nur links und kurz nachdem ich an der großen Freizeitwiese vorbei gekommen bin, betrete ich auch schon diesen wunderbar angelegten Chinesischen Garten und zwar ganz stilecht durch ein hohes Ehrentor.

Ein Stück weiter höre ich einen kleinen Wasserfall plätschern und sehe eine riesige chinesische Trauerweide, die über den Teich wächst. Eine tolle Bogenbrücke und überdachte Korridore versetzen mich gleich in das Reich der Mitte. Ebenfalls interessant ist die Zickzack-Brücke über den großen Teich, die soll nämlich vor bösen Geistern schützen- habe ich mir sagen lassen.

Mittendrin in diesem Chinesischen Garten befindet sich das Teehaus und ich muss sagen, ich war schon ganz schön baff, als ich davor gestanden habe. Denn es ist nicht nur gigantisch groß, sondern auch sagenhaft gemacht, also sehr detailliert mit Drachen und chinesischen Schriftzeichen. Dazu gibt es ganz viel tolle Kunst und eine schöne Außenterrasse mit vielen kleinen runden Tischen. Also ich war echt begeistert, bei meinem nächsten Besuch im Luisenpark werde ich garantiert wieder hierher kommen.

Mein Tipp: Einfach mal den Nachmittagstee hier einplanen und im chinesischen Ambiente genießen. Von der Terrasse aus hat man einen tollen Ausblick auf die Gartenanlage und die Auswahl ist auch riesig. 30 original chinesische Teesorten warten hier auf euch: Vom Grünen Tee über Schwarzen Tee bis hin zu aromatisierten Tees. Außerdem könnt ihr von Besitzerin Shuli Meng viele interesssante Dinge rund um das Teehaus und den Chinesischen Garten erfahren. 

Hier kommt ihr zum Chinesischen Garten im Luisenpark:

Eingang Fernmeldeturm
Hans-Reschke-Ufer
68165 Mannheim

oder

Haupteingang Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 2
68165 Mannheim

Von beiden Eingängen aus fährt von März bis September täglich zwischen 12 Uhr bis 18 Uhr (an Wochenenden von 11 Uhr bis 19 Uhr) die Duojing-Bahn in den Chinesischen Garten. Die Fahrt kostet 1,50 €.

 

Wissenswertes

Der Chinesische Garten mit dem größten original chinesischen Teehaus in Europa wurde 2001 am östlichen Ende des Mannheimer Luisenparks angelegt. Am schnellsten erreicht man diesen Teil des Parks über die Eingänge am Fernmeldeturm und dem Friedensplatz (Haupteingang).

Die Initiative für den Bau ging vom damaligen ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr Nobert Egger aus, der sich in seiner Amtszeit stark für den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Mannheim und dem Fernen Osten engagierte. In Zusammenarbeit mit der chinesischen Partnerstadt Zhenjiang wurde die Idee eines Ortes der Begegnung beider Kulturen im Luisenpark realisiert, auch weil die Errichtung des Gartens mit Teehaus durch Privatspenden und Erbschaften finanziert wurde. Geplant wurde die Fläche vom chinesischen Garten- und Landschaftsarchitekt Li Zheng, der mit größtmöglicher Authentizität einen Chinesischen Garten nach dem Vorbild der Privatgärten in Südchina anlegte. Im "Garten der vielen Ansichten", wie der Chinesische Garten im Luisenpark auch genannt wird, kann man Pflanzen wie Bambus, Schilfgras oder farbenprächtige Päonien bewundern.

Das Teehaus umfasst auf seinen zwei Stockwerken eine Fläche von 220 Quadratmetern, verfügt über eine 300 Quadratmeter große Terrasse und ist ein original chinesisches Produkt, denn die Fertigung aller Bauteile erfolgte in China. Die Einzelteile wurden in insgesamt 65 Containern und einem Gesamtgewicht von 1100 Tonnen nach Mannheim verschifft: Ziegel, Steine, Holz, Fliesen und Spezialwerkzeug. Auch der Aufbau des Teehauses im Luisenpark wurde von chinesischen Fachleuten übernommen. Insgesamt 32 Handwerker fügten das Gebäude innerhalb von einem halben Jahr perfekt in die Umgebung ein. 

Der Luisenpark ist in den Sommermonaten täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder. Das Teehaus im Chinesischen Garten öffnet bis Oktober täglich zwischen 13 und 18 Uhr, an Sonn-und Feiertagen beginnt der Betrieb bereits um 11 Uhr.

Bitte beachten: Aufgrund der aktuellen Coronaverordnungen des Landes gibt es in den Mannheimer Stadtparks momentan eine Besucherobergrenze. Auf der Internetseite des Luisenparks kann man sich informieren, ob noch Besucher in den Park kommen dürfen.

 

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