Blue Whale-, Cinnamon- und 24 Stunden-Challenge: Gefährliche Internettrends

 

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"Challenge" ist ein englisches Wort und bedeutet ins Deutsche übersetzt Herrausforderung. Eine Aufgabe also, die nicht unbedingt einfach ist und die es zu meistern gilt. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Herrausforderungen, denen er sich stellt beziehungsweise stellen muss.

Werden "Challenges" aber öffentlich ausgetragen gibt es zwei Arten. Auf der einen Seite solche, die einen bestimmten, meist ernsten Hintergrund haben und auf etwas aufmerksam machen wollen. Ein Beispiel dafür ist die Ice-Bucket- Challenge, die im Sommer 2014 ein kurzfristiger Hype war. Damals war die Herrausforderung sich einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf zu schütten, sowie 10 US-Dollar beziehungweise Euro an die ALS Association zu spenden. Außerdem sollte man mindestens drei weitere Personen nominieren das Gleiche zu tun. Grund dieser "Challenge" war es, auf die Nervenkrankheit Amytrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen. 

Harmlose "Spaß" Challenges 

Auf der anderen Seite aber gibt es allerdings auch "Challenges", die einfach zum Spaß ins Leben gerufen wurden und sich im Internet verbreiten. Solange dabei niemand zu Schaden kommt ist das alles auch schön und gut, dann dienen solche Internettrends wie die "Puberty-Challenge" der reinen Unterhaltung. Hierbei posten Menschen auf Instagram und Twitter zwei Bilder von sich - einmal vor und einmal nach der Pubertät. Auch die "10-year-Challenge" zielt auf etwas ähnliches ab: Dabei soll ein aktuelles Bild, sowie ein Bild von vor zehn Jahren gepostet werden. Oft verstecken sich hinter den Bildern auch erstaunliche Geschichten, die zeigen, wie sich in Mensch innerhalb eines Jahrzehnts entwicklen kann. Eine andere Challenge, die zwar nicht unbedingt gefährlich, dafür aber strafbar ist, ist die 24 Stunden Challenge. Bei dieser schließen sich meist Teenager für 24 Stunden in beispielsweise Schwimmbädern, Kaufhäusern oder auch Fast-Food-Restaurants ein und filmen sich dabei. 

Die gefährlichsten Challenges

Leider gibt es im digitalen Zeitalter aber auch immer wieder sehr gefährliche Challenges und Internettrends, die für die Beteiligten verherende Folgen haben können. Wieso Kinder und Jugendliche sich freiwillig in Gefahr begeben ist fragwürdig. Oft sind solche Challenges Mutproben, die Jugendlichen müssen sich vor anderen beweisen. Oder aber sie schätzen die Gefahren einfach falsch ein. Die schlimmsten Challenges sind diese:

Oft enden sie in der Notaufnahme. Oder noch schlimmer: Kinder und Teenager bezahlen mit ihrem Leben. Das ist zum Beispiel bei der Blue Whale oder Momo Challenge der Fall. Aus diesem Grund sollten Eltern versuchen, ihre Kinder vor genau solchen Mutproben zu schützen. 

Diese Challenges sind auch nicht zu unterschätzen 

Challenges und Internettrends enden oft so schnell, wie sie einst begonnen haben. Das bedeutete allerdings auch, dass immer wieder neue "Mutbroben" und "Herrausforderungen" entsetehen, die sich dann in den sozialen Netzwerken verbreiten. So gibt es zum Beispiel die "Kondom-Challenge" bei der sich die Teilnehmer ein Kondom durch die Nase ziehen. Das ist weder schön anzusehen, noch gesund. Manchmal sind es aber auch die Eltern, die auf Grund einer Challenge ihre Kinder in Gefahr bringen. Bei der "Zoom-Challenge" zum Beispiel ziehen sie an einer bestimmten Stelle eines Songs ihre Kinder an den Beinen aus dem Bild - und das während diese auf dem Boden sitzen. Dabei kann der Kopf der Kinder auf den Boden knallen - mit fatalen Folgen, wie mehrere Internetvideos zeigen.