Ein Jahr Corona Helden - Nicht unterkriegen lassen

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Inhaltsverzeichnis

Schaustellerin Ariane Haas aus Karlsruhe
 

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Ariane Haas stammt aus einer alten Schausteller-Familie. Heute ist sie selbst Chefin von zwei Autoscooter-Fahrgeschäften. Außerdem Mutter von drei Söhnen.

Bereits 1921 hatte ihre Großmutter den ersten Stand in Schriesheim beim Volksfest (heute Mathaisemarkt). Ihr Vater Fritz Haas gründete 1947 das Familienunternehmen mit Autoscooter-Fahrgeschäften. Ariane Haas-Bruch, übernahm vor einigen Jahren den Familienbetrieb mit zwei Autoscootern.

Ausgerechnet auf dem Mathaisemarkt in Schriesheim wurde Ariane Haas im vergangenen Frühjahr durch den ersten Corona-Lockdown ausgebremst. Abgesehen von kleineren Veranstaltungen im August und September standen ihre Fahrgeschäfte die übrigen Monate still.
 

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Woher nimmt sie die Motivation?

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Wie hat sich ihr Leben in einem Jahr Corona verändert?

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Was war im vergangenen Jahr ihr schlimmstes Erlebnis?

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Was war im vergangenen Jahr ihr schönstes Erlebnis?

 


Schwarzwald-Liftbetreiber in Herrischried
 

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Ganz alleine am Lift und Hang! Die Liftbetreibergesellschaft Herrischried im Kreis Waldshut ermöglicht das seit Silvester: Zwei Lifte werden abwechselnd stundenweise für 150 Euro vermietet. 

Die Liftbetreibergesellschaft wurde in den letzten Wochen geradezu "überannt" mit telefonischen Anfragen. Das Telefon klingelte ständig. Jeder der Mitarbeiter hat Anfragen, Buchungen und Vorbereitungen zusätzlich zum normalen Job gestemmt. Tamara Banholzer hat bis spät in die Nacht hinein geschuftet. Die Familie hat schon gequängelt. Aber sie und alle anderen haben den ganzen Stress gerne auf sich genommen, Tamara Banholzer sagt sogar: "Die ganzen Ärzte, Pfleger leisten auch seit Monaten Unglaubliches - und ich wollte mit dem Angebot eben auch meinen Teil dazu beitragen und Familien mal raus zu kommen und Spaß im Schnee zu haben! 

Wenn sie gesehen hat, wie happy die Familien und Kinder waren, war sie auch glücklich. Die Skifans haben oft weite Anfahrtswege in Kauf genommen (Köln, Stuttgart...).

Positives: Corona und das spezielle Mietangebot hat alle Mitarbeiter mehr zusammengeschweißt.
Negatives: Einnahmen haben gerade Instandhaltungs-, und Betriebskosten gedeckt, Geld für Anschaffungen, wie Skikanone oder Förderband für die Kleinen konnte nicht auf die Seite gelegt werden. 
Wunsch: Endlich mal wieder normalen Skibetrieb und Spaß auf der Piste, auch mit Glühweinstand und Flutlichtfahren, ein Mitarbeiterfest, damit will sich Tamara Banholzer bei allen Mitarbeitern bedanken.

Nach der Betreibergesellschaft Herrischried konnten auch Lifte in Todtmoos, Todtnauberg, Wieden oder auf dem Kandel privat gemietet werden.

Das Angebot gilt weiter, bei genügend Schnee. www.skilifte-herrischried.de
 

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Die Familien kamen teilweise von sehr weit her

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Das war Positiv an der Situation

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Sie wollte Spaß und Freude ermöglichen

 


Musiker wird Gemüsebauer
 

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Der in Seckenheim wohnende Jazztrompeter und Mannheimer Popakademie-Dozent Johannes Stange tauscht Instrumente gegen Spaten und Hacke. Als der Lockdown kam, hatte er nie das Gefühl am Abgrund zu stehen. Er sah die Situation als Chance herauszufinden, was er gerne weitermachen möchte und was nicht. 

Über ein Buch hat er das Market Gardening entdeckt und ist begeistert. Er hat Praktika gemacht und ein Seminar besucht, um sich weiterzubilden. 

Johannes will Biogemüse anbauen, alles ohne große Geräte, allein in Handarbeit. Salate, Gurken, Tomaten, Zucchini, Paprika, Mangold, Frühlingszwiebeln, Spinat. Er mag die körperliche Arbeit, was er bei der Musik gar nicht hat. Reich wird man davon nicht, aber man kann davon Leben.

Die Musik will er nicht komplett aufgeben. Aber er will später sowohl Musik machen und Biogemüse anbauen. Es gibt einen Acker in Familienbesitz, aber den kann er derzeit noch nicht nutzen. Weil er aber gleich loslegen will, sucht er jetzt eine Pachtfläche zwischen 1000 und 5000 Quadratmetern.
 

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Johannes' Aufruf

 


Reha-Patient Benjamin Bonk
 

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Benjamin Bonk (aus Duisburg) wurde im Juni 2020 positiv auf Corona getestet. Zunächst ging es ihm noch gut und er dachte, er hätte einen leichten Verlauf. Wenig später wurden die Krankheitssymptome immer schwerer: Fieber, Kopfschmerzen, Husten. Nach 5 weiteren Tagen musste er mit akuter Atomnot ins Krankenhaus eingeliefert werden. 

Diagnose: u.a. eine doppelte Lungenentzündung und eine Lungenembolie. Erst lag er auf einer normalen Corona-Station, dann 4 Wochen auf einer Überwachungsstation. Er bekam eine Gesichtsmaske, die ihn beim Atmen unterstützt hat. 

Für Benjamin war die Zeit im Krankenhaus sehr schwer. Teilweise war er zu kraftlos, um sich groß zu bewegen. Geholfen durchzuhalten haben ihn mega-gute Ärzte, Krankenschwestern und Briefe von der Familie. Als es ihm wieder etwas besser ging, musste Benjamin erstmal wieder üben, Schritte zu machen. Treppen kamen ihm zunächst vor wie Berge. 

Jetzt macht er bereits seine zweite Reha. Seit Ende Januar ist er Patient in der Rehaklinik Königstuhl in Heidelberg. Täglich stehen Übungen auf seinem Reha-Plan.

Allmählich spürt Benjamin Bonk die Erfolge aller Anstrengungen. Es geht wieder bergauf!
 

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Erste Schritte nach der Reha

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So hat ihm die Reha geholfen

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Das waren die Übungen während der Reha

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Das hat ihn durchhalten lassen