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Fenster auf! - So geht richtiges Lüften

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Lüften hilft nicht nur gegen das Corona-Virus!

Das Thema Lüften ist durch Corona wieder ganz weit oben auf der Tagesordnung. Unser neuer Service: Wir erinnern ab sofort regelmäßig, wenn es wieder Zeit fürs Lüften ist, denn wir wollen, dass du gesund bleibst. Also einfach bei der Arbeit Radio Regenbogen hören.

Wie lange sollte man lüften?

Wie lange und wie oft man lüften sollte hängt ganz von der Größe und der Anzahl der Personen in den entsprechenden Räumlichkeiten ab. In Wohnungen empfiehlt das Umweltbundesamt tägliches Lüften für 10-15 Minuten. In den Sommermonaten sollte man etwas länger lüften, in Wintermonaten etwas kürzer.

Für Schulen empfiehlt das Umweltbundesamt in jeder Unterrichtspause bei weit geöffneten Fenstern intensiv zu lüften. Bei Unterrichtseinheiten die länger als 45 Minuten dauern, sollte auch während des Unterrichts gelüftet werden.

Für Büros sehen Arbeitsschutzrichtlinien vor, jede Stunde einmal stoß zu lüften. In Besprechungsräumen sollte sogar alle zwanzig Minuten gelüftet werden, da sich dort in der Regel mehr Leute auf engerem Raum befinden. Als Schutzmaßnahme vor dem Coronavirus wird allerdings empfohlen, sogar noch häufiger zu lüften.
 

Dr. Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt empfiehlt außerdem:

Wenn man den Lüftungserfolg erhöhen und die Dauer verkürzen will, empfiehlt sich das Querlüften über weit geöffnete Fenster draußen und zusätzlich gegenüberliegende Fenster auf der anderen Seite.

Bei der Dauer des Lüftens kommt uns außerdem die Physik zum Vorteil: Ist es draußen kalt, geschieht der Austausch zwischen kalter Außenluft und warmer Innenluft deutlich schneller. So genügen an sehr kalten Tagen gerade einmal fünf Minuten für frische Luft in der Wohnung und wir müssen nicht (lange) frieren.

Was kann man falsch machen?

Das Umweltbundesamt empfiehlt im Hinblick auf das Coronavirus in Schulen zunächst einmal Türen zu Fluren geschlossen zu halten, wenn in diesen kein Fenster zum Querlüften geöffnet werden kann. Potentielle Viren könnten so über Aerosole in andere Räume gelangen.

Doch auch im Hinblick auf die Bildung von Schimmel können beim Lüften Fehler unterlaufen. Nach Baumängeln ist falsches Lüften die häufigste Ursache für Schimmelbildung. Durch zu seltenes Lüften können sich bei gut gedämmten Häusern Schadstoffe und Feuchtigkeit im Raum sammeln, was zur Bildung von Schimmelpilzen führen kann. Doch auch zu langes Lüften kann, im Zusammenhang mit direktem Aufheizen eines Raumes im Anschluss, das Absetzen von Feuchtigkeit mit Schimmelbildung zur Folge haben.

Welche zusätzlichen Techniken gibt es zum Lüften?

Am einfachsten und günstigsten ist nach wie vor das manuelle Lüften. Inzwischen gibt es aber auch einfache, teilweise automatisierte Lösungen, mit denen man sein Haus lüften lassen kann. Am günstigsten sind Einzelgeräte, die in die Fensterableitung eingebaut werden können und betreffende Räume mit Ventilatoren lüften. Diese Geräte kosten in der Regel ungefähr 400 Euro pro Stück. Außerdem sind Luftreiniger eine weitere Lösung für frische Luft zu sorgen. Das Lüften ersetzen können sie zwar nicht aber gerade mit den richtigen Filtern lässt sich durch sie die Luftqualität deutlich verbessern.

Es gibt aber auch komplexere Lösungen für das gesamte Haus, wie Abluft- oder Lüftungsanlagen und sogar energiesparende Luftrecyclinglösungen mit Wärmetauscher. Einige dieser Lösungen können gerade für Allergiker interessant sein, da integrierte Filteranlagen Pollen und Dreck aus der Wohnung fernhalten können. Darüber, welche Lüftungsmaßnahme oder -technik für das eigene Heim am geeignetsten ist, lässt man sich am besten vom Experten beraten.

Unterstützung bei unserer Aktion erhalten wir dabei auch von Baden-Württembergs Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha:

Ich bedanke mich wirklich bei Radio Regenbogen, dass sie das aufnehmen. Wir können diese Pandemie nur bewerkstelligen, wenn es jeder von uns zur Sache macht, dass er seinen Beitrag […] auch mitmacht. 

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Quelle: Sozialministerium Baden-Württemberg

 

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