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Rhein-Neckar

Mörlenbacher Mordprozess: Das Urteil ist gefallen

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Vater erhält lebenslange Haftstrafe, Mutter muss für 12 Jahre ins Gefängnis

Ein Ärzte-Ehepaar aus Mörlenbach tötete seine Kinder und will sich anschließend umbringen. Beide sind wegen Mordes angeklagt. Heute ist das Urteil gefallen

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Vor dem Landgericht Darmstadt ist heute, der 19.06.2019, das Urteil im Mörlenbacher Mordprozess gefallen. Die beiden Angeklagten, ein Ärzte-Ehepaar sollen ihre beiden Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren ermordet und anschließend versucht haben sich selbst das Leben zu nehmen. Dabei wurden sie von der Feuerwehr gerettet, als sie sich in der Garage mit Autoabgasen töten wollten.

Das Urteil
Heute wurde der Vater der Kinder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, die Mutter muss für 12 Jahre ins Gefängnis. 

Was war passiert?
Es war der letzte meteorologische Sommertag, der  31.08.2018, als die Polizei zwei tote Kinder aus den Flammen bergen musste. Bei den beiden handelte es sich um ein 10-jähriges Mädchen und einen 13-jährigen Jungen. 
In der Garage konnten Rettungskräfte die Eltern der Kinder retten. Sie hatten zuvor Schlaftabletten genommen und sich bei laufendem Motor ins Auto gesetzt.

Die schreckliche Tat
Der 59-jährige Vater soll seine Kinder mit einem Jagdmesser schwer verletzt haben, an Hals und Brust. Weil sie danach aber noch nicht tot waren, schlug er mit einem Zimmermannshammer die Köpfe der Kinder ein. Danach soll er Benzin im Zimmer der Kinder verteilt und angezündet haben.
 

 
Das Ehepaar hatte Geldprobleme
Während des Prozesses, der am 22.März begann, stellte sich heraus, dass dem Ehepaar aus Mörlenbach eine Zwangsvollstreckung des Hauses drohte. Außerdem hatte der Mediziner wirtschaftliche Probleme mit seiner Praxis. Hier lief ein Insolvenzantrag. Das Ehepaar hatte 19 gemeinsame Konten, nur fünf davon waren nicht überzogen. Am Tattag sollte eigentlich die Zwangsräumung des Hauses vollzogen werden.  

Und welche Rolle spielte die Mutter bei den Morden?
Angeklagt sind beide Elternteile wegen Mordes. Am Anfang des Prozesses sprach der Ehemann noch von „wir“, bis er am 3.April sich selbst für die Taten verantwortlich machte. Seine Ehefrau wäre demnach nicht aktiv an der Tat beteiligt gewesen.

Laut eines Rechtsmediziners hatte die Frau 13 Targin-Tabletten genommen. Das ist ein starkes Schmerzmittel, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Demnach könne sie nicht an der Brandstiftung beteiligt gewesen sein.
Die 46-jährige Mutter schwieg größtenteils während des gesamten Prozesses. Sie teilte mit, dass sie sich an nichts mehr erinnern könne, nur bruchweise.
 

 

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