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Kran-Monster hebt Lasten bis zu 2000 Tonnen

Eine der größten Erdöl-Raffinerien Deutschlands wird renoviert. Zur Zeit läuft bei der MIRO in Karlsruhe der sogenannte Turnaround, eine Art Revision.
Dabei werden die Anlagen auf Vordermann gebracht. Gesamtkosten: ein dreistelliger Millionenbetrag!

Hauptprojekt ist der Einbau einer neuen Koksanlage (Coke Drums). Die zwei Kokskammern werden in den nächsten 30-40 Jahren ständig unter Hochtemperatur von bis zu 490 Grad stehen. Dadurch wird Rohöl in Dieselkraftstoff und Koks umgewandelt. Dafür wurde einer der größten Krane der Welt nach Karlsruhe gebracht. Über 200 Schwerlast-Sattelschlepper waren nötig, um den Kran in Einzelteilen nach Karlsruhe zu schaffen. Vor Ort wurden Gebäude versetzt, damit eine Betonplatte gegossen werden konnte. Allerdings dafür mussten erst metertief Fundamente in den Boden getrieben werden. Der Spezialkran kann bis zu 2000 Tonnen heben. Damit ist er einer der stärksten Kräne der Welt. Allein dieses Projekt kostet insgesamt 75 Millionen Euro - das bedeutet Kosten pro Tag von rund 1 Million Euro!
 

Im Video seht ihr, wie der 45 Meter hohe und 340 Tonnen schwere Bohrturm auf die 60 Meter hohe Anlage transportiert wird. Oben muss der Kolos den Turm zentimetergenau einpasse, Wind und Schwingungen sorgen für Verzögerungen und Probleme. Der Transport des Bohrturms vom Boden auf die Koksanlage dauerte etwa eine Stunde. Der Einbau natürlich noch länger, aber das konnte man vom Boden aus nicht erkennen. Ganz witzig: Oben auf dem Bohrturm hatte ein Arbeiter eine Deutschland-Flagge montiert.

In der MIRO wird für unsere Region Benzin, Super, Diesel und Heizöl hergestellt. Das bedeutet alle unsere Autos fahren mit Sprit aus der MIRO. Das Rohöl dafür kommt über die Transalpine Ölleitung von Triest nach Karlsruhe. Alle paar Jahre muss eine Hälfte der Anlage über den TÜV. Diese Inspektion wird für eine gründliche Revision genutzt. Dann arbeitet die 2. Anlage, während die andere von Service-Firmen gewartet wird. Die nächste Revision steht 2021 an, dafür beginnen im nächsten Jahr die Planungen.