Adler Mannheim

Intensität nach Straubing mitnehmen

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Intensität nach Straubing mitnehmen

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Die Adler Mannheim finden sich heute in ungewohnter Rolle wieder: Während in der Deutschen Eishockey Liga fünf Duelle anstehen, ist der amtierende deutsche Meister spielfrei. Erst am Sonntag, den 13.10.19, greifen die Adler mit dem Gastspiel bei den Straubing Tigers (14.00 Uhr) wieder in den Ligabetrieb ein.

Im Hinblick auf die Begegnung mit dem derzeitigen Tabellendritten der DEL hätte Cheftrainer Pavel Gross am heutigen Freitagabend jedoch lieber gespielt, statt sich eine der fünf Paarungen als stiller Beobachter vor dem Fernseher anzuschauen. „Nach einem Spiel wie in Djurgarden bleiben Geschwindigkeit und Intensität in den Köpfen der Spieler. Daher wäre es mir lieber gewesen, gestern zu trainieren und heute um Punkte zu kämpfen“, so Gross, der nun hofft, beides für die Partie am Sonntag am Pulverturm konservieren zu können.

Die Tigers aus Straubing zählen bislang zu den wohl größten Überraschungen der noch jungen DEL-Saison. Mit fünf Siegen aus den ersten neun Partien und 18 Punkten auf der Habenseite erwischte die Mannschaft von Headcoach Tom Pokel einen beachtlichen Start. „Straubing ist läuferisch stark, die Reihen harmonieren, die Defensive steht stabil und das Überzahlspiel ist sehr effektiv“, weiß Mannheims Trainer um die Qualitäten des kommenden Kontrahenten.

Lazarett lichtet sich

Wie so oft im Eishockey werden auch am Sonntag in Straubing die Special Teams mitentscheidend sein. Und da gab es bei den Adlern zuletzt Licht und Schatten. Während das Überzahlspiel am Dienstag in Stockholm mit einer Quote von 33 Prozent durchaus erfolgreich war, mussten die Adler mit einem Mann weniger auf dem Eis fünf Gegentore hinnehmen. Ein Umstand, den Gross nicht zufriedenstellte. „Wir brauchen das Penalty Killing nicht schönreden. Es geht um die Kleinigkeiten, um die Details, die wir verbessern müssen. Wir brauchen in den entscheidenden Situationen die Entschlossenheit, um den Puck aus der Gefahrenzone zu bringen“, erwartet Gross in eigener Unterzahl wieder mehr Bereitschaft. Warum die Adler im CHL-Spiel gegen die schwedische Spitzenmannschaft derart viele Strafen nahmen, verwunderte auch den 51-Jährigen: „Wie sind eine läuferisch starke Mannschaft. Stockfouls haben wir eigentlich nicht nötig. Wir müssen wieder diesen Extraschritt gehen. Der Schläger gehört auf das Eis und zum Puck, nicht zum Körper.“

Derweil kann der Deutsch-Tscheche gegen die Tigers aller Voraussicht nach wieder auf die Dienste von Cody Lampl zurückgreifen. Der Verteidiger stand am Freitagvormittag mit der Mannschaft auf dem Eis und wird die Reise nach Niederbayern antreten. Ebenfalls mit an Bord ist Dennis Endras, der im Heimspiel gegen die Grizzlys ausgewechselt und die vergangenen Tage geschont wurde, um kein Risiko einzugehen. Verzichten muss Gross hingegen definitiv noch auf David Wolf, Thomas Larkin und Joonas Lehtivuori. Während Angreifer Wolf aufgrund einer Beinverletzung für mindestens vier Wochen ausfällt, mischt Larkin im weißen „No Contact“-Trikot wieder mit. Ein Einsatz kommt für den 28-Jährigen nach seiner Rückenverletzung aber noch zu früh. Lehtivuori ist seit vergangenem Freitag angeschlagen und weiterhin zum Zuschauen verdammt. Ein Fragezeichen steht derzeit noch hinter einem Einsatz von Jan-Mikael Järvinen. Der Finne musste am Dienstag aufgrund eines Infekts aussetzen.

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