Adler Mannheim

Shinnimin: „Das einzige, das fehlt, ist der Ligastart“

Anzeige

Shinnimin: „Das einzige, das fehlt, ist der Ligastart“

Anzeige

Brendan Shinnimin ist bislang der letzte Neuzugang der Adler für die anstehende Spielzeit. Der 29-jährige Angreifer stand in den vergangenen drei Jahren in Schweden auf dem Eis, wo er 2018 die Meisterschaft mit Växjö feierte. Im Interview verrät der Kanadier unter anderem, wie er den Corona-Sommer verbracht hat und welche ersten Eindrücke er von Mannheim gesammelt hat.

Brendan, zunächst die Frage nach der Gesundheit. Wie geht es dir?

Mir geht’s gut. Allerorts wurden Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Hände waschen und desinfizieren, Maske tragen, Abstand halten – es sind einfache und die bekannten Grundregeln, an die wir uns gerne halten. Damit leisten wir als Spieler unseren Beitrag für einen baldigen Saisonstart.

Wie hast du den Sommer verbracht?

Bei mir zuhause in Winnipeg sind wir ganz gut mit der Pandemie zurechtgekommen. Wir hatten mit die wenigsten Fälle in ganz Kanada. Fast jeder hat sich an die Quarantäne-Vorschriften gehalten, hat das öffentliche Leben auf ein Minimum reduziert. Ich habe mich in jedem Fall die ganze Zeit über sicher gefühlt.

Wie und wann kam schließlich der Kontakt mit den Adlern zustande und welche ersten Eindrücke hast du bislang sammeln können?

Gegen Ende der vergangenen Saison hat Axel (Alavaara) gegenüber meinem Agenten starkes Interesse an mir geäußert. Schon in den letzten Jahren hat er versucht, mich nach Mannheim zu holen. Ich habe das Gefühl, dass Mannheim den Spielertyp, den ich verkörpere, sucht und daher ernsthaftes Interesse an mir hatte. Für mich hat das ein stimmiges Bild ergeben, und ich kann es kaum erwarten, endlich in die Saison zu starten. Das, was ich bislang im Trainingsbetrieb erlebt habe, bestärkt mich in der Meinung, dass die gesamte Organisation sowohl auf als auch neben dem Eis sehr professionell geführt ist und sich jeder einzelne voll für den Club reinhängt. Das einzige, das fehlt, ist der Ligastart.

Kennst du bereits jemanden aus dem Kader besser?

Ich habe eine Saison mit Matthias Plachta in der AHL zusammengespielt, ansonsten stand ich aber mit keinem anderen der Jungs zusammen auf dem Eis. Allerdings habe ich in Schweden schon gegen Mark Katic und Chad Billins gespielt und natürlich sind mir die Namen Ben Smith und Andrew Desjardins ein Begriff.

Du sprichst es an: Du hast in den vergangenen vier Jahren bereits Erfahrungen in Europa sammeln können. Welche waren das?

Bisher sehr unterschiedliche. In der Schweiz habe ich in einem sehr kreativen, offensiv-ausgerichteten System mit vielen Freiheiten gespielt. In Schweden war es dagegen sehr strukturiert, eher defensives Eishockey mit weniger Toren und sehr viel Laufarbeit. Mir wurde erzählt, dass das deutsche Eishockey dem der AHL recht ähnlich ist. Es wird hart gearbeitet, mit recht hohem Tempo gespielt und kann durchaus körperlich werden. Daher bin ich mir sicher, dass ich mit meiner kämpferischen Einstellung und meinen läuferischen Fähigkeiten gut in die DEL passe. Ich gebe nie auf, fühle mich auch in den Bereichen des Eises wohl, in denen es mal härter zur Sache geht. Ich gehe den Gegenspielern gerne unter die Haut.

Foto: Växjö Lakers / Elliot Soprani

Anzeige