Adler Mannheim

Mühlbauer: „Verliere mich nicht in Nebensächlichkeiten“

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Mühlbauer: „Verliere mich nicht in Nebensächlichkeiten“

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Mit Lukas Mühlbauer haben die Adler für die kommende Saison einen jungen Stürmer unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige steht vor seinem ersten PENNY DEL-Jahr und absolviert seit dieser Woche das Sommertraining in Mannheim. Im Interview spricht der Landshuter unter anderem über seine ersten Erfahrungen in der Quadratestadt und seine Erwartungen an die kommende Saison.

Lukas, das Sommertraining in Mannheim hat begonnen. Sind es deine ersten Erfahrungen als junger Spieler mit einer DEL-Mannschaft?

Nicht ganz. Ich konnte zuletzt mit den Straubing Tigers über den Sommer trainieren und dort auch aufs Eis gehen, mich austauschen. Dass ich aber jede einzelne Einheit mitmache und ich ein vollwertiges Mitglied des Teams bin, ist neu für mich.

Mit welchen Erwartungen gehst du deine erste DEL-Saison an?

Ich habe gelernt, dass es mir selbst nicht guttut, bestimmte Meilensteine zu setzen. Der Druck schadet mir eher und ohnehin kommt es im Sport meist anders als man denkt. Ich will mich gut integrieren, mich weiterentwickeln, besser werden, jeden Tag dazulernen. Ich will so viel DEL-Erfahrung sammeln wie möglich, aber auch den Spaß an der Sache nicht verlieren.

Deine Entwicklung in den letzten Jahren verlief ausnahmslos positiv. Was ist deiner Meinung nach dafür verantwortlich?

Jedes einzelne Jahr an Erfahrung hilft einfach. Man muss offen sein, sich selbst immer wieder hinterfragen. Dann lernt man aus Fehlern. Ich habe schnell gemerkt, dass Dinge, die im Nachwuchs funktioniert haben, im Männersport nicht mehr geklappt haben und Dinge, die in der Oberliga möglich waren, waren in der DEL2 fehl am Platz. Zudem konzentriert man sich mehr und mehr aufs Wesentliche, verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten, lässt sich nicht mehr so von Emotionen leiten. Auch die Nervosität nimmt ab, man wird mental gefestigter.

Das Sommertraining findet in einer Gruppe an jungen Spielern wie beispielsweise Taro Jentzsch, Luca Tosto und Arkadiusz Dziambor statt. Wie wurdest du aufgenommen?

Das ist eine lustige Truppe und das harte Training schweißt gleich zusammen. Der Spaß kommt aber nicht zu kurz und wir unternehmen auch das eine oder andere abseits der Einheiten zusammen.

Wie bist du überhaupt zum Eishockey gekommen?

Mein Onkel Thomas war auch Profi-Eishockeyspieler und auch mein Vater hat in Hobbymannschaften gespielt. Ich war also schon früh und sehr häufig in Stadien und Kabinen unterwegs. Das war als kleines Kind absolut beeindruckend. Da hat man große Augen bekommen. Es haben sich mit Alex Ehl und Marco Baßler auch schnell Jungs gefunden, mit denen ich den Weg lange zusammengehen konnte.

Und was für ein Typ Spieler bist du?

Ich bin ein Powerforward, komme über den Körper, den Kampf und die Geschwindigkeit. Ich nutze gerne die Außenbahn und ziehe dann Richtung Tor. Ich weiß meinen Körper einzusetzen, die Kombination aus Stärke und Schnelligkeit ist mein Rezept. Ich habe aber noch in allen Bereichen Luft nach oben, will ich vor allem stocktechnisch verbessern.

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