Nichts mehr verpassen! Jetzt für Benachrichtigungen registrieren und die wichtigsten Nachrichten als erstes bekommen.

Lädt ...
Was sind Benachrichtigungen? Radio Regenbogen verschickt Benachrichtigungen, wie man sie von Apps auf dem Smartphone kennt. Wir informieren damit über aktuelle Ereignisse in Deutschland und der Welt direkt nachdem sie passieren.
Heute keine Lust? Kein Problem, einfach das Fenster schließen - wir fragen nach einer Weile nochmal!
Musikreport

Die Ärzte jetzt auch bei Spotify

Anzeige

Ewig haben sie sich gewehrt, jetzt geben Die Ärzte nach: Ab sofort ist die "beste Band der Welt" nicht nur im Plattenregal, sondern auch bei Spotify, Deezer, Amazon Prime und Co. zu bekommen.

Anzeige

Zwei, die eigentlich nie Freunde werden sollten: Die Ärzte und die Streaming-Portale. Lange haben die Jungs aus Berlin nicht Gutes an den Anbietern finden können - zu wenig Geld kommt beim Streamen rum. So hat Farin Urlaub in einem Interview 2015 noch erklärt, dass man bei den Anbietern "den Musikern nur einen Hungerlohn zahlen" möchte. "Wenn ich jemandem etwas schenken möchte, dann mache ich das persönlich."

So war nicht zu erwarten, dass es eine Einigung geben könnte. Die gab es wohl aber jetzt. Und damit reihen sich Die Ärzte zu den anderen Künstlern ein, die dem Druck der Musikbranche nachgegeben haben - die Songs sind ab sofort bei Spotify, Deezer und Amazon Prime verfügbar, bald wohl auch bei Apple Music. Der Grund: Immer weniger Fans haben einen CD-Player zuhause, viele hören die Musik nur noch über das Smartphone, den PC oder WLAN-Lautsprecher.

Wir wollten, dass auch mal gute Musik in den Streamingportalen läuft, und da sich das Hörverhalten unserer jüngeren zuhörer in den vergangenen acht Jahren erheblich geändert hat (...) sahen wir uns zu diesem Schritt genötigt!

...sagt Rod von Die Ärzte. 

Neben dem finanziellen Apekt stimmt für Die Ärzte aber auch der persönliche Aspekt nicht. So sei bei Streaming-Musik nur noch ein Bruchteil der Infos zur Musik zu finden: Plattencover fehlen, die Metatags seien oft unvollständig, wenig aussagekräftig, schimpft Rod Gonzales in einem Interview. "Wann und wo wurde ein Song aufgenommen, wer hat mitgespielt, wer gemastert...?" Beim Film gebe es den Nachspann, in dem selbst der Caterer erwähnt werde - bei der Musik nicht. Diese Facts würden aber den Fan und Nerd besonders interessieren.
Und obwohl das alles für die Jungs nicht stimme, gehe man nun wohl oder übel diesen Schritt. Ein finanzielles Interesse gebe es dabei nicht, betont Rod. 

Ich schätze, dass von diesen gigantischen Erlösen am Ende des Jahres ein Abendessen für die Band übrig bleiben wird.

Anzeige