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Rocknews

Powerfrau und Woodstock-Legende: Janis Joplin

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„3 Days of Peace and Music!“. Der Slogan des wohl bekanntesten und größten Festivals, das es auf dem Globus gab: Woodstock. In diesem Jahr wird das Festival 50 Jahre alt! Deswegen klären wir in unserer REGENBOGEN ZWEI Woodstock-Woche alles rund um das legendärste Festival. Mit dabei war damals auch Janis Joplin mit ihrer einzigartigen Stimme. Alles was ihr über sie wissen müsst, haben wir hier für euch zusammengefasst!

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Janis Joplin war eine der wohl bekanntesten Acts des Woodstock-Festivals und leider auch nur ein Jahr später Mitglied im Club 27. Dem Club, dem leider so viele Musiker beigetreten sind, die mit 27 Jahren schon das Zeitliche gesegnet haben. Aber bis zu ihrem frühen Tod ist bei ihr so einiges passiert, was wir hier erwähnen wollen.
 
1963 hat die Universität of Texas Janis zum hässlichsten Mann auf dem Campus gewählt. Zu dieser Zeit hatte Janis  an dieser Universität Kunst studiert. Die Hintergründe zu dieser Wahl sind leider nicht bekannt. Aber auch in der Schulzeit wurde Janis durchgängig wegen ihrer Persönlichkeit und ihrem speziellen Kleidungsstil von ihren Mitschülern gemobbt. Die Wahl zum hässlichsten Mann auf dem Campus und ihr großer Wunsch Musik zu machen führten schlussendlich dazu, dass sie ihre Heimat Texas verließ und nach San Francisco ging.
 
In San Francisco spielte sie 1963 auf dem Monterey Folk Festival, aber der wirklich große Erfolg blieb vorerst aus. Dafür nahmen ihre Drogenexzesse zu. Um ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, ging sie wieder zurück nach Hause. Dort fasste sie den Entschluss, konservativ zu leben und sich auch so zu kleiden. Das hielt sie allerdings nicht lange durch.
 
Also ging es für sie wieder zurück nach San Francisco, um endlich den Durchbruch zu schaffen. Deshalb schloss sie sich der Band "Big Brother And The Holding Company" an. Mit dieser Bandzusammensetzung ging es für die Musiker 1967 auf das Monterey Pop Festival. Mit diesem Auftritt legte Janis Joplin den Grundstein für ihre Karriere. Nur ein Jahr später wurde das erste Album der Band - „Cheap Thrills“ - veröffentlicht. Doch Janis merkte, dass sie alleine erfolgreicher werden könnte und verließ die Band, nachdem sie mit allen Mitgliedern ein Schäferstündchen gehalten hatte.
 
1969 hat sie es dann nach Woodstock geschafft. Die Powerfrau mit der kratzigen Stimme stand am Samstag, den 16. August 1969 auf der Bühne -  und hatte eine Horror-Show: Es regnete, vor ihrem Auftritt ist wurde ihr Wah-Wah-Pedal geklaut, sie selbst hatte zu tief in die Flasche geschaut und als es soweit war, versang sie sich ständig. Am Ende war sie mit ihrem Auftritt so unzufrieden, dass sie  - genau wie Creedence Clearwater Revival - nicht auf der später veröffentlichten Woodstock-Dokumentation zu sehen sein wollte.
 
Es ist weitläufig bekannt, dass Janis gerne ein, zwei Schlücke mehr getrunken hat - auf zahlreichen Fotos ist sie mit einer Flasche Southern Comfort Whiskey-Likör zu sehen. Janis selbst kam auf die Idee bei dem Spirituosenhersteller anzufragen, ob man ihr für diese durchaus effektive Form der Werbung nicht einen finanziellen Ausgleich zukommen lassen wolle. Die Herren von Southern Comfort überwiesen ihr daraufhin 6000 US-Dollar, das war damals eine sehr große Menge Geld. Jim Morrison von The Doors war bei den Trinksessions von Joplin gerne und oft mit dabei. Allerdings hat er sie auf einer Party einmal so sehr genervt, dass sie ihm eine Flasche an den Kopf geworfen hat. Das hat offenbar gewirkt. 
 
Als ihr größtes Idol Bessie Smith - die "Kaiserin des Blues" - verstarb und namenlos begraben wurde, wollte Janis das so nicht hinnehmen, weshalb sie mit einer Freundin zusammen einen Grabstein kaufte und diesen dann zum Grab ihrer musikalischen Heldin fuhr und ihn aufstellte.
 
1968 kaufte sich Janis von ihrem Geld einen Porsche. Diesen hat sie ganz in ihrem Stil mit Vögeln und Schmetterlingen bemalt. Dieser "Janis-Porsche" wurde 2015 dann für schlappe 1,76 Mio. US-Dollar verkauft.
 

Janis_Joplins_Porsche_356_convertible.jpg
Janis_Joplins_Porsche_356_convertible.jpg, by Sergio Calleja (Life is a trip), wikipedia.com
 

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