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Rocknews

Jimi Hendrix: Von 35 Cent zum Luxus-Appartment

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Wir befinden uns mitten in unserer REGENBOGEN ZWEI Woodstock-Woche und deswegen klären wir euch auf, was hinter dem Mythos des legendären Festivals steckt und nennen euch Fakten über die Musiker, die damals vor knapp 500.000 Menschen auf der Bühne ihre Bestes gegeben haben.

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Jimi Hendrix ist einer der bedeutendsten Gitarristen der Musikgeschichte und hatte einen großen Einfluss auf ihre Entwicklung. Leider trat er 1970 dem Club 27 bei, als er noch den Großteil seiner Karriere vor sich hatte. Trotzdem bleibt er unvergessen, vor allem durch seinen Auftritt beim Woodstock-Festival 1969, denn Jimi war Headliner! Wir nennen euch Fakten rund um den legendären Gitarristen.

Fangen wir ganz von vorne an. Jimi Hendrix wurde 1942 in Seattle geboren, allerdings nicht als Jimi - sondern als John. Dann wurde er 1945 von seinem Vater nochmal in James Marshall Hendrix umbenannt, als dieser aus dem Krieg zurückkehrte. Erst 24 Jahre später änderte er seinen Namen dann nochmal: In Jimi Hendrix. Dieser Namenswechsel wurde von Chas Chandler 1966 veranlasst. Chandler wurde Jimis Manager, nachdem er ihn in einem Cafe Gitarre spielen sah – mit den Zähnen!

Jimi Hendrix war ein begnadeter Gitarrist - aber Noten lesen konnte er nie. Er hatte sich alles selbst beigebracht, indem er die Musik gehört und dann nachgespielt hatte. Oft benutzte er dann Wörter oder Farben, um das auszudrücken, was er gerne kommunizieren möchte.

Nicht nur seine Art Gitarre zu lernen und zu spielen ist außergewöhnlich. Die Inspiration für seine Musik nahm Jimi aus seinen Träumen. Seine Texte spiegeln seine Träume wieder. Außerdem konnte er in jeder erdenklichen Position die Gitarre spielen. Egal ob mit den Zähnen, hinter dem Rücken oder ganz ohne die Seiten zu berühren. Dann konnte er die Gitarre auch noch verkehrt herum spielen und dafür gibt es auch einen Grund: Jimi war Linkshänder, sein Vater wollte aber, dass er mit der rechten Hand spielt, denn mit links zu spielen, sei ein Zeichen des Teufels.

Seit er von seinem Manager Chas Chandler 1966 unter die Fittiche genommen wurde, hat Jimi tatsächlich bis 1970 satte 600 Konzerte gespielt - also in nur vier Jahren! Aber nach einem dieser Auftritte wurde Jimi in Greenwitch Valley (New York) gekidnappt. Die Aufregung war selbstverständlich groß. Eigentlich wollte der Musiker nach seinem Auftritt nur mit einem Fremden mit, um Kokain zu bekommen. Der hielt ihn aber stattdessen in einem Hotel in Manhattan fest. Währenddessen organisierte Chandler Suchtrupps. Später verhandelte er mit dem Kidnapper: Jimis Vertrag gegen Jimi selbst. Zwei Tage später fanden die Suchtrupps Jimi unverletzt wieder.

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Bei seinem ersten Konzert verdiente Jimi Hendrix satte 35 Cent - 1969 spielte er als Headliner beim Woodstock-Festival und bekam eine Gage von 18.000 Dollar. Damit war er der bestbezahlteste Musiker der Veranstaltung. Als Headliner sollte Jimi Hendrix am Sonntagabend das Woodstock-Festival beenden. Doch aus Sonntag wurde nichts. Durch die vielen Verspätungen – fehlende Musiker und ein Tornado – spielte Jimi erst in den frühen Montagmorgenstunden. Leider hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon die meisten Besucher verabschiedet, da sie zur Arbeit mussten, wodurch Jimi vor einer sehr ausgedünnten Menge von 25.000 Menschen spielte. Aber sein Auftritt wurde trotzdem weltbekannt: Jimi spielte eine sehr verzerrte Version der amerikanischen National-Hymne, die an den Klang von Raketen und Maschinengewehren erinnerte. Um diese Effekte umsetzen zu können, verwendete er unter anderem das Wah-Wah-Pedal. Mit seiner Version der Nationalhymne nahm er öffentlich und ohne Worte Stellung zum Vietnamkrieg. So wurde dies zumindest interpretiert, Jimi selbst widersprach dieser Interpretation später – aus seinem Statement wurde nur leider nicht deutlich, was er stattdessen mit seiner außergewöhnlichen Version der Nationalhymne ausdrücken wollte... 
 

Die 60er waren eine prägende Zeit für den Lockenkopf aus Seattle. Unter anderem gönnte er sich 1968 ein Appartment in London. Dort lebte er allerdings nur ein Jahr, bevor er 1970 an einer Überdosis ins Gras beißen musste. 2015 wurde das Appartment des Gitarren-Gottes zu einer Art Museum umgebaut: Man kann die alte Schlafstätte besuchen und sich Geschichten über ihn erzählen lassen. Hier bekommt ihr alle Infos zum Museum!

 

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