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Rocknews

Woodstock: Canned Heat trennten sich kurz vor Auftritt!

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Wir befinden uns mitten in der REGENBOGEN ZWEI Woodstock-Woche und klären auf, was wirklich hinter dem Mythos des legendärsten Musikfestivals steckt. Wir nennen euch Fakten zu den Bands, die vor 50 Jahren mit ihren Songs knapp 500.000 Menschen begeistert haben.

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Canned Heat spielten am zweiten Tag des Festivals im romantischen Sonnenuntergang. Die Band begeisterte das Publikum so sehr, wie kaum eine andere. Doch wer sind die Bluesrocker überhaupt und was sollte man unbedingt über sie wissen?

Für ihren Namen ließen sich die Rocker vom klassischen Canned Heat Blues von Tommy Johnson aus dem Jahr 1928 inspirieren. Aber das ist nicht der einzige Namensursprung: "Canned Heat" war früher ein Ausdruck für einen billigen und hausgemachten Whiskey, der von armen und arbeitslosen schwarzen Amerikanern stammte.

1965 gründeten Bob „The Bear“ Hite und Alan „Blind Owl“ Wilson ihre Band im sonnigen Los Angeles. Später kamen dann noch Henry „Sunflower“ Vestine, Larry „The Mole“ Taylor und Adolfo „Fito“ de la Parra hinzu. Jeder der Band hat seinen eigenen Spitznamen, denn als waschechte Rockstars braucht man coole Namen. Bei Canned Heat sind das in diesem Fall Namen wie „Sonnenblume“ oder „Maulwurf“...klingt aber auf englisch irgendwie gleich lässiger.

Ihre Musikkarriere startete dann 1967 nach ihrem Auftritt beim Monterey Pop Festival, denn ab da ging es für Canned Heat ins Studio, um Alben zu produzieren. Ihr Debütalbum trägt ganz klassisch den Namen der Band. Aber erst mit ihrem Nachfolgealbum „Boogie with Canned Heat“ 1968 ging es für die Bluesrocker die Karriereleiter rauf. Sie stiegen in der Hippie- und Bluesszene an der amerikanischen Westküste zu einer der Top-Bands auf.

Dann kam 1969 der endgültige Durchbruch. Canned Heat durften auf dem Woodstock-Festival in White Lake die Bühne rocken. Am Samstag, den 16. August 1969, spielten Canned Heat im Sonnenuntergang zum ersten Mal vor einer halben Million Menschen. Und diese halbe Million feierten den Blues-Sound und die melodischen Gitarrensoli wie wild. Bis heute gilt ihr Auftritt als eine der besten Live-Performances des Kult-Festivals!

 

Aber fast wäre die Band überhaupt nicht aufgetreten. Denn nur zwei Tage vor dem Festivalstart kam es zum Streit zwischen Vestine und Taylor. Der Streit eskalierte und Vestine entschloss sich, die Band zu verlassen. Dadurch musste der Rest der Band schnellstmöglich Ersatz finden und fragte deshalb Harvey Mandel, ob er mit zum Woodstock kommen würde. Allerdings gab es keine Möglichkeit, vor dem Festival nochmal zusammen mit Mandel zu proben. Das war Fito allerdings zu riskant, weshalb er sich weigerte aufzutreten und ebenfalls die Band verließ. Es ist allein dem Manager zu verdanken, dass Canned Heat doch gemeinsam bei Woodstock auf der Bühne standen. Der konnte kurz vorher die richtigen Worte finden und so erbarmte sich die Band dann doch noch. 

Wären die Bluesrocker nicht vor Ort gewesen, wäre das nicht nur schade, sondern auch verheerend gewesen. Denn nur dadurch konnte ihr erfolgreichster Song „Going Up the Country“ von ihrem 1969er-Album „Living the Blues“ zur inoffiziellen Hymne des legendärsten Musikfestivals der Geschichte werden. In Deutschland kamen viele zum ersten mal im Oktober 1968 in Kontakt. "On The Road Again" verbrachte damals 8 Wochen in den deutschen Charts und kam immerhin bis Platz 13!


 

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