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Musikreport

Soundgarden erheben Gegenklage gegen Chris Cornells Witwe

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​Aufgrund von angeblich unbezahlten Lizenzgebühren zieht Vicky Cornell, Witwe des verstorbenen Chris Cornell gegen Soundgarden vor Gericht. Die Band hat aber eine ganz andere Sicht der Dinge – und klagt dagegen.

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Vor einigen Wochen haben wir darüber berichtet, dass Vicky Cornell, die Witwe des 2017 verstorbenen Soundgarden Sängers Chris Cornell Klage gegen die verbliebenen Bandmitglieder von Soundgarden eingereicht hat. Der Grund dafür: Vicky behauptet, die Rechte an sieben der bislang unveröffentlichten Aufnahmen der Band und das damit verbundene Geld sollen ihr und ihren Kindern gehören.

Die Band reichte nun eine Gegenklage ein, denn: Sie sehen das natürlich anders. Laut ihnen hätte die Band keinen Streit über materielle Dinge mit ihr gehabt. Sie nennen Vicky Cornells Vorgehen eine „beleidigende Wiederholung falscher Vorwürfe und verletzende persönliche Anschuldigungen.“ Aber allem voran habe Cornell keine Rechte an dem Aufnahmematerial, da alle sieben Songs aus gemeinsamen Schreib- und Aufnahmesessions hervorgegangen seien.

Der Anwalt- und Nachlassverwalter der Cornells erklärt:

Wir sind natürlich nicht einverstanden mit der offensichtlichen Falschcharakterisierung der Ereignisse durch die Band und stehen zu den Wahrheitsgemäßen Tatsachen die in unserer Beschwerde dargelegt sind. Es ist enttäuschend, dass Chris‘ ehemalige Bandmitglieder nun versucht haben, sein Vermächtnis durch zahlreiche falsche Anschuldigungen zu zerstören und dass sie weiterhin beträchtliche Gelder von seiner Witwe und seinen minderjährigen Kindern einbehalten.

Um ihre eigene Aussage zu stützen, dass die Rechte der Songs nicht ausschließlich Vicky Cornell gehören, berufen sich Soundgarden auf diverse E-Mails und Nachrichten, in welchen sie die Aufnahmen ausdrücklich als „SG-Dateien“ (also vermutlich Dateien, die der Band Soundgarden gehören) bezeichnen. Ebenso berufen sie sich auf Interviews mit dem verstorbenen Sänger, in welchen er von neuen Soundgarden Aufnahmen spricht, nicht von eigenen Projekten.
 
Mit den bislang unveröffentlichten Tracks hätte die Band genug Material, um ein letztes Album zusammenzustellen was sie, wie sie in ihrem Antrag auch verlauten lassen, „Cornell und den Fans schuldig sind“. 

Chris Cornell starb am 18. Mai 2017 im Alter von 52 Jahren. Als offizielle Todesursache wurde Suizid durch Erhängen festgestellt. Aus seiner ersten Ehe mit der Soundgarden-Managerin hinterlässt er eine mittlerweile 20-jährige Tochter, aus zweiter Ehe mit Vicky Cornell zwei Kinder, eine 2004 geborene Tochter und einen 2005 geborenen Sohn.

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