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Musikreport

Nightwish: Bassist Marco Hietala verlässt Band und Öffentlichkeit!

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Nach fast 20 Jahren bei Nightwish hat Hietala genug von der Musikindustrie und will sich bis auf unbestimmte Zeit zurückziehen.

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Schon gewusst: Nightwish gibt es im REGENBOGEN ZWEI Metal-Webradio zu hören.

Für Nightwish-Fans hat das Musikjahr 2021 mit einem Paukenschlag begonnen: Wie der langjährige Bassist Marco Hietala verkündet hat, wird er die Band mit sofortiger Wirkung verlassen - doch nicht nur das. Wie der 55-Jährige überraschend verkündet hat, wird er auch der Musikbranche an sich bis auf weiteres den Rücken kehren. In seinem öffentlichen Statement holte Hietala zum Rundumschlag gegen die Industrie aus:

Einige Jahre schon war ich nicht mehr in der Lage, mich in diesem Leben bestätigt zu fühlen. Wir haben große Streaming-Firmen, die von Künstlern verlangen, dass sie von 9 bis 17 Uhr arbeiten, während sie unfair die Profite teilen. Sogar unter den Künstlern. Wir sind die Bananenrepublik der Musikindustrie. Die größten Tourveranstalter quetschen Prozentsätze sogar aus unserem eigenen Merchandise heraus, während sie Ausschüttungen an den Nahen Osten zahlen. Offensichtlich können manche Gottesstaaten Geld von der Musik nehmen, die dich dort deinen Kopf kosten oder ins Gefängnis bringen würde, und zwar ohne als Heuchler zu erscheinen.

Auslöser für die Umsetzung seiner wohl schon länger gehegten Rückzugspläne war die Corona-Pandemie, welche ihm die Zeit gegeben hat über seine Zukunft nachzudenken. Dabei offenbart er auch, dass er mit Depressionen zu kämpfen hat:

Ich fand heraus, dass ich diese Bestätigung brauche. Um zu schreiben, singen und spielen muss ich ein paar neue Gründe und Inspirationen finden. Zudem steht in meiner Akte, dass ich chronisch depressiv bin. Es wäre gefährlich für mich und mein Umfeld, wenn ich weitermache. Manche meiner Gedanken waren dunkel. Keine Sorge, mir geht es gut. Und ich denke nicht, dass ich für immer weg sein werde.

Wann wir wieder von Hietala hören werden, ist unklar. Dies wird jedoch allerfrühestens im Jahr 2022 der Fall sein:

Es gibt ein paar Dinge, die ich zugesagt habe, 2021 zu tun. Ansonsten bitte ich die Medien, Bands, Künstler und Projekte freundlich und mit Respekt, mich im kommenden Jahr für nichts anzufragen. Ich muss mich etwas neu erfinden. Ich hoffe, ich berichte euch darüber in 2022. Es ist allerdings kein Versprechen. All das tut mir leid.

Eine Ausnahme von diesem Kontaktverbot macht er übrigens beim Ex-Black Sabbath Gitarristen Tony Iommi. Denn wie er sagt, habe ein Kindheitsheld für ihn immer Vorrang.
 

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