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Musikreport

Mehr Hobbymusiker greifen in der Pandemie zu Gitarre und Klavier

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Der Wegfall von Live-Konzerten macht sich bei Händlern und Herstellern von Instrumenten finanziell deutlich bemerkbar. Im privaten Raum erleben einige Instrumente dagegen einen Boom.

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Dass Großveranstaltungen und Konzerte aktuell nicht möglich sind, schlägt nicht nur Musikern und Fans auf das Gemüt. In der Branche der Hersteller und Verkäufer von Musikinstrumenten ist der Umsatz 2020 um fast zehn Prozent zurückgegangen. Vor allem Zubehör wie Mikrofone, Verstärker oder Boxen wird derzeit kaum nachgefragt. 

Dass der Markt trotzdem noch nicht zusammengebrochen ist, liegt an der stark gestiegenen Nachfrage im privaten Bereich. Laut einer Studie des deutschen Musikinformationszentrums musizieren 14,4 Millionen Deutsche (19 Prozent) in ihrer Freizeit - Tendenz steigend. 

Das belegen auch Verkaufszahlen, die der Branchenverband “Society of Music Merchants” (SOMM) veröffentlicht hat. Demzufolge sind die Verkäufe für Gitarren und Pianos im vergangenen Jahr um acht Prozent gestiegen. Bei E-Gitarren und Synthesizern liegt das Verkaufsplus sogar noch deutlich höher bei knapp 30 Prozent.

Daniel Knöll, Geschäftsführer des SOMM, vermutet, dass sich viele Menschen von ihren aktuellen Sorgen ablenken wollen und als Ausgleich nach einem neuen Hobby suchen. Dafür sprechen auch die Zugriffszahlen für Video-Tutorials im Internet. Viele versuchen, sich das Spielen selbst beizubringen. Für die Verkäufer und Händler von Instrumenten ist dieser Trend immens wichtig.

Dank der Hobbymusiker sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Der Verband hat außerdem festgestellt, dass auch die Bereitschaft, viel Geld in die Anschaffung eines Musikinstruments zu stecken, trotz der unsicheren Zeiten nicht gesunken ist. Auch hierfür hat Daniel Knöll eine Erklärung parat:

Der Urlaub ist weggefallen. Das Geld konnte nicht für Reisen oder Konsumartikel ausgegeben werden. Also haben viele in ein Instrument investiert.

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